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Samstag, 28.11.2020

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Erlangen: Anwohner kämpfen weiter für 100-jährigen Baum

Das Gericht zieht jetzt einen Gutachter hinzu - 29.10.2020 15:00 Uhr

Zwischen Haus und Baum befindet sich ein Schuppen. Nicht am Haus des Klägers, sondern an dem Schuppen an der Grundstücksgrenze steht dieser 100-jährige Spitzahorn, dessen Fällung der Kläger erreichen möchte.

28.10.2020 © Harald Sippel


Das Umweltamt der Stadt hält ihn für einen "großen und erhaltenswerten Ahornbaum". Anwohner, darunter Playmate Lea Götz, setzen sich für den Erhalt des Baumes ein.  Der Eigentümer eines angrenzenden Grundstücks möchte die Fällung erreichen. Der Streit ging jetzt vor Gericht. Der Eigentümer des Baums, Peter Scheer, kam in Begleitung mehrerer Anwohner, deren Gebäude an den Innenhof mit dem zwölf Meter hohen Baum grenzen, ins Erlanger Amtsgericht.

Der Besitzer eines Immobilienunternehmens hatte vor geraumer Zeit das ebenfalls angrenzende Haus an der Stubenlohstraße erworben und sorgt sich nun über Substanzbeschädigungen durch Wurzeltrieb. Der Baum steht neben seinem Schuppen. Oberhalb des Erdreichs brauche er diese nicht mehr zu fürchten, da am Baum schon mehrere Pflegeschnitte unternommen wurden und er weit genug von den Gebäuden entfernt sei, so Scheer, der nicht auf die Vergleichsverhandlungen einging. Den Vorschlag der Richterin einer Ersatzpflanzung nach Fällung auf Kosten des Eigentümers des Objekts in der Stubenlohstraße lehnte Scheer ab. Dies führte bei den Unterstützern, die nicht an ein Lockerlassen denken, zu Erleichterung.

"Profitinteressen eines Immobilienmaklers"

Mit Oberbürgermeister Florian Janik habe sie schon telefoniert, so eine Anwohnerin, die mit einem Protestschild ausgestattet vor Gericht erschien. Auch Fridays for Future Erlangen solidarisiert sich nun mit den Gegnern der Fällung. Ein Aktivist kam im Namen der Initiative in die Gerichtsverhandlung und erklärte: "In keinem Fall dürfen die bloßen Profitinteressen eines Immobilienmaklers stärker ins Gewicht fallen als die Wünsche der Anwohner oder der Aspekt des Naturschutzes."

Ob es dem Hausbesitzer hier tatsächlich um Gewinnmaximierung geht oder um den Erhalt der Bausubstanz, wird ab November ein Gutachter entscheiden. "Wenn eine Gefährdung besteht, dann muss der Baum weg. Sonst bleibt er stehen. Der Abstand zu den Häusern ist nicht groß und es geht hier nicht um die Frage der seit Jahren bestehenden Schäden, sondern um die Frage der Gefährdung des Gebäudes. Ansonsten will niemand den Baum weg haben", sagte Rechtsanwalt Volker Hinkl. "Baumwurzeln haben die Tendenz, sich auch unter Gebäude zu schieben. Das kann eine ganze Weile gutgehen, aber irgendwann auch nicht mehr", so die Richterin.

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© Patrick Pleul dpa

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© Julius-Maximilians-Universität Würzburg (dpa)

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Frage 1/8:

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Mehrere Jahre - wenn überhaupt. Denn damit Kaugummi so schön gummiartig ist, braucht es sogenannte Polymere - und die basieren auf Erdölbasis. Zusammen mit Zucker oder Zuckerersatzstoffen, künstlichen Farbstoffen, Verdickungsmitteln und Geschmacksverstärkern kauen wir am Ende auf einer Substanz, die biologisch nur schwer abbaubar ist. Die ökologisch bessere Alternative sind also Lutschpastillen.

© Lukas Schulze, NZ

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Frage 2/8:

In welche Mülltonne gehören leere Tiefkühl-Verpackungen?

In die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack - wenn nichts anderes auf dem Karton steht. Denn oft ist die Verpackung mit Kunststoff beschichtet.

© dpa

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Frage 3/8:

Und wohin gehören Kassenbons?

Kassenbons (wie auch Lotteriezettel, Automatenbelege oder manche Kontoauszüge) bestehen aus sogenanntem Thermopapier, bei dem die Farbe durch Hitze erzeugt wird. Für die dafür nötige Beschichtung wird meistens Bisphenol A (BPA) verwendet, ein Weichmacher, der als krebserregend gilt. Deshalb dürfen Kassenbons nicht in den Recycling-Kreislauf gelangen.

© Colourbox.de

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Frage 4/8:

Ein Vollbad verbraucht ungefähr 140 Liter Wasser. Und eine Dusche?

Es sind im Schnitt 15 Liter. Inzwischen gibt es aber energiesparende Duschköpfe, bei denen z.B. Luft beigemischt wird. In der Anschaffung sind sie zwar teurer als herkömmliche Duschköpfe. Je nachdem, wie oft und wie viele Menschen in einem Haushalt duschen, kann sich so ein Kauf aber schnell rechnen.

© Ina Fassbender/dpa

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Frage 5/8:

Wie viele Einweg-PET-Flaschen werden in Deutschland pro Stunde verbraucht?

Fast zwei Millionen! Laut Deutscher Umwelthilfe sind Einweg-Flaschen aus Plastik immer noch das am häufigsten verwendete Material bei Getränken. Weil für die Herstellung oft neuer Kunststoff verwendet wird, ist so viel Rohöl nötig, wie fast 400.000 Einfamilienhäusern genügen würde, um ein Jahr lang beheizt zu werden.

© Britta Pedersen/Archiv (dpa)

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Frage 6/8:

Wo ist die Umweltbilanz beim Smartphone am schlechtesten?

In der Herstellung liegt der Verbrauch an Energie und CO2 immer noch 5 bis 10 Mal so hoch wie in der Nutzung. Das liegt vor allem an Rohstoffen (Erze, Gold oder seltene Erden), die energieintensiv abgebaut werden müssen. Laut Greenpeace verschlang die Smartphone-Produktion in den letzten zehn Jahren so viel, wie ganz Indien pro Jahr für die Energieversorgung braucht.

© Bodo Marks/Archiv (dpa)

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Frage 7/8:

Wir bestellen immer öfter Kleidung online. Wie viele Pakete gehen im Schnitt zurück?

Fast jedes Zweite! Laut Verbraucherzentrale macht das rund 800.000 Pakete - jeden Tag. Der Kohlendioxid, der dadurch entsteht, entspricht 255 Autofahrten von Frankfurt nach Peking.

© colourbox.de

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Frage 8/8:

Ein Flug nach Teneriffa ist so schädlich wie ??? Autofahren.

Etwa ein Jahr lang. Diese Angabe stammt von der Umweltorganisation Germanwatch und beruft sich auf eine Studie internationaler Forscher (The carbon footprint of global tourism).

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