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Erlangen: BN kritisiert den „eiligen Zuschlag“

Landesgartenschau 2024 in Erlangen noch einmal gründlich überdenken - 21.05.2016 12:00 Uhr

Auch die Regnitzufer sollen in die Landesgartenschau einbezogen werden. © Klaus-Dieter Schreiter


So bedauert der BN die Vergabe der Landesgartenschau mit einem Konzept, das viele Fragen offen lasse und insgesamt fragwürdig sei. Insbesondere die bisher bekannt gewordenen Pläne zur Einbeziehung der Talaue der Regnitz in eine Landesgartenschau werden kritisiert.

Allgemein hätten Gartenschauen nach Auffassung des BN dort einen Sinn, wo offenkundige Missstände beseitigt und wo Flächen begrünt werden. Doch in dem bislang vorliegenden Erlanger Gartenschaukonzept für das Regnitztal sei das nicht der Fall, weil es in der grünen Talaue so gut wie nichts mehr zu begrünen gäbe.

Stattdessen drohe dort durch umfangreiche Erschließungen ein erheblicher Verlust an vorhandenem Grün sowie mehr Lärm innerhalb des Landschaftsschutzgebiets. Dessen Zweckbestimmung, auch die heimische Tier- und Pflanzenwelt innerhalb dieses überregionalen Grünzugs nachhaltig zu sichern, werde dabei ausgeblendet.

Statt der bislang überwiegend sanften Erholungsformen befürchtet der BN die Erschließung abseits gelegener natürlicher Lebensräume und die Vertreibung streng geschützter Tierarten.

Ebenso fordert der BN, die wichtige Funktion der Talaue als Überschwemmungsgebiet und für den Hochwasserabfluss nicht einzuschränken.

„Wenn es die Stadt Erlangen wirklich ernst meint mit Berücksichtigung ökologischer Belange und mit der Bürgerbeteiligung, dann muss sie nun einen Projektbeirat einberufen, dem Vertreter der Naturschutzverbände angehören“, so BN-Vorsitzender Herbert Fuehr.

Dieser Beirat müsse laufend über den Planungsstand informiert werden und echten Einfluss auf die weitere Planung — auch auf deren Grundzüge — erhalten. Der BN sei bereit, sich in einen Projektbeirat einzubringen. 

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