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Erlangen Eltersdorf: Ortskern soll entlastet werden

Stadtrat hat die Pläne für eine Umgehungsstraße auf den Weg gebracht - 24.08.2018 06:00 Uhr

Die geplante Umgehungsstraße soll den Verkehr, der täglich durch Eltersdorf geht, um etwa die Hälfte reduzieren. Bei den Bauarbeiten soll so wenig wie möglich in die Landschaft eingegriffen werden. © Foto: Harald Sippel


Die Vorarbeiten und Diskussionen über mögliche Straßentrassen sind vorbei. Die favorisierte Variante dieses Straßenneubaus östlich der Bahngleise sieht je einen Kreisverkehr im Süden als auch im Norden und dort mit direktem Anschluss an die Weinstraße vor. Nach einem Gutachten reduziert jene Umgehung den Verkehr in der Ortsdurchfahrt von derzeit rund 11 200 Fahrzeugen pro 24 Stunden auf rund 5600.

Wenig Eingriffe

Das Landschaftsschutzgebiet soll bei dem Vorhaben so wenig wie möglich in Mitleidenschaft gezogen werden, wie es hieß. Doch Eingriffe ins Landschaftsbild und in die Habitatfunktion, also in den Lebensraum bestimmter Tierarten, sind letztlich kaum zu vermeiden. Einige Brutstätten für Kiebitze, Feldlerche und Rebhuhn werden jedenfalls verloren gehen. Auch Biotopflächen. Und bestehende Gehölze werden wohl etwas gelichtet. Dennoch wird das Bemühen sein, die Hölzer, den Boden wie auch das Grund- und Oberflächenwasser sorgfältig zu schützen.

Mehr noch: Das neue Bauwerk über den Hutgraben wird "querungsgerecht für den Biber errichtet", heißt es. Und die Flächen, die während der Bauzeit benötigt werden, werden späterhin rekultiviert. Überhaupt sind reichlich Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen, so werden die Eingriffe ins Landschaftsbild unter anderem durch das Bepflanzen der Straßenböschungen sowie einer "trassenbegleitenden Baumreihenpflanzung" kompensiert.

Die geplante Ortsumgehung wird später mit neuen "Straßenlaternen" bestückt – 22 Exemplare mit LED Mastleuchten sind vorgesehen. Zudem werden zehn alte Masten, die innerhalb der Ausbaufläche in der Weinstraße stehen, zurückgebaut und durch zehn Meter hohe Teile mit LED-Leuchten ersetzt. Und wenn man schon dabei ist, werden auch gleich die betagten Kabel im Zuge der Bauarbeiten erneuert und die vorhandenen Stromkreise optimiert, wie es heißt.

Unterlagen einreichen

Das beauftragte Ingenieur-Büro muss nun bis etwa Oktober 2018 die nötigen Unterlagen ausarbeiten, so dass schon im Herbst 2018 der Antrag auf Planfeststellung für die Umgehungsstraße bei der Regierung von Mittelfranken eingereicht werden kann.

Die Investitionskosten belaufen sich auf etwa 11,097 Millionen Euro. Die Stadt übernimmt die Planung, der Freistaat Bayern voraussichtlich die Kosten. Jedenfalls hat das das bayerische Verkehrsministerium in einem Gespräch mit den Erlanger Stadtoberen zugesichert.

 

rwi

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