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Erlangen: "Fiddler’s Green" verschiebt Folk-Festival auf 2022

Auf der Jägersburg bei Forchheim soll "Shamrock Castle" wiederkommen - 18.04.2021 10:28 Uhr

Da war die Folkrock-Welt noch in Ordnung: Der Auftritt der Erlanger Band „Fiddler’s Green“ als Headliner auf ihrem eigenen Festival „Shamrock Castle“ hat Tradition.

16.04.2021


Die zweite Absage, denn Corona hatte schon 2020 dafür gesorgt, dass das nicht nur bei Folkfans beliebte Festival ausfallen musste. Die Platzverhältnisse in dem einstigen Jagdschlösschen lassen ausreichende Abstände und ein mit den aktuell geltenden Corona-Regelungen kompatibles Infektionsschutz-Konzept auf dem vergleichsweise beengten Festival-Gelände schlichtweg nicht zu.

"Line up" übertragen

Auch ist derzeit auch nicht absehbar, wann die Inzidenzwerte wieder auf ein Niveau sinken, das Konzertveranstaltungen zulässt. Immerhin, so Stefan Klug, sei es gelungen, das "Line up" von 2020 nach 2022 weitgehend Eins zu Eins zu übertragen. "Wir haben ja eine große Zahl internationaler Bands im Programm, da wäre es in diesem Jahr sowieso fraglich gewesen, ob sie überhaupt über die Grenze dürfen und wenn ja, wie lange die Musikerinnen und Musiker in Quarantäne müssen", erklärt Stefan Klug.

Von Frankreich bis Südtirol

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Als Beispiele nennt Klug, der in Erlangen "im richtigen Leben" eine Firma für Mediendesign betreibt, das französische Quintett "The Moorings", das eine Mischung aus Celtic Folk und Alternative Rock pflegt, die Südtiroler Folkrock-Combo "Mainfelt", die ebenfalls aus Italien stammende Formation "Uncle Bard & The Dirty Bastards" und die Glasgower "Paul Mckenna Band", die auf traditionellen Folk abonniert ist. Auch Marco Ernst-Felix Zorzytzky alias Felix der Biegsame von "In Extremo" soll auf dem "Shamrock Castle" vorbeischauen und hat für den Sommer 2022 auch schon zugesagt.

Keine Jubiläumsfeier

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Die Corona-bedingte Absage ganz vieler Konzerte und Festivals 2020 traf "Fiddler’s Green" laut Stefan Klug besonders, weil die 1990 gegründete Gruppe im letzten Jahr eigentlich ihr Jubiläum groß feiern wollte: "Da hätten wir viel gemacht", erzählt Klug mit leiser Traurigkeit. Die vorübergehenden Lockerungen in Sommer und Herbst 2020 ermöglichten dann immerhin vier Live-Konzerte vor stark reduziertem Publikum. Und für eine Kompilations-CD namens "3 Cheers for 30 Years", auf der sich ausschließlich Traditionals "im Fiddler-Style" finden, wie Stefan Klug augenzwinkernd ausführt.

Vorsichtig optimistisch

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Für dieses Jahr ist der Musiker vorsichtig optimistisch: "Wenn es mit dem Impfen so weiter geht, dann könnte ich mir vorstellen, dass wir im Spätsommer wenigstens Open-Air-Konzerte spielen können", meint Klug. Im Freien sei das Ansteckungsrisiko sowieso geringer als in geschlossenen Räumen und die vom Abstandsgebot bestimmte Reduktion der Zuschauerzahlen leichter "ohne wirtschaftlichen Totalschaden" umzusetzen: "Dann sollte das eigentlich auch mit Live-Auftritten wieder funktionieren", hofft Stefan Klug.

 

HANS VON DRAMINSKI

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