Erlangen: Figuren und Objekte gingen ins Netz

18.5.2021, 06:00 Uhr
Erweckte Lebensmittel auf ganz besondere Weise zum Leben: Ariel Doron in seiner interaktiven Show „Küchenspiele“.

Erweckte Lebensmittel auf ganz besondere Weise zum Leben: Ariel Doron in seiner interaktiven Show „Küchenspiele“. © Yair Mejuhas

Nun ging sie also zu Ende, die – Corona sei Undank – erste rein digitale Ausgabe des Internationalen Figurentheaterfestivals. Deutschlands größtes Festival für zeitgenössisches Figuren-, Bilder- und Objekttheater lotete zehn Tage lang die Möglichkeiten und Perspektiven des digitalen und eben nicht-analogen Theaters aus.

Rund 90 digitale Veranstaltungen hatte man im – notgedrungen arg zusammengestrichenen – Angebot. Durchaus mutig machte man aus besagter Not eine ambitionierte Tugend und fokussierte sich auf neue performative Formate, die so eben nur technisch und im Netz möglich sind.

Also Interaktion

Telefon-Performances, Zoom-Aufführungen, Online-Games, Instagram-Stories, Augmented Reality lauten die Erscheinungsformen dieser Herangehensweise, und da reine Abfilmerei des Theatralen vermieden werden sollte, hieß das Zauberwort "Partizipation", also Interaktion. Das muss man mögen und wollen.

Immerhin blieb man sozusagen im Bild, denn zu sehen gab es vor allem experimentelle Projekte, die explizit für den virtuellen Raum entwickelt wurden. Ziel der Auswahl war es also, die gesamte Bandbreite dessen widerzuspiegeln, was an innovativen Formaten im Bereich des virtuellen Theaters in den letzten Monaten erarbeitet wurde. Ganz sicher hat man sich damit einem neuen, mutmaßlich auch jüngerem Publikum empfohlen.

Später nachholen

Weitere ursprünglich für das Festival geplante performative Projekte, Aktionen im öffentlichen Raum und manches mehr sollen im Laufe des Jahres nachgeholt werden.

www.figurentheaterfestival.de

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