Erlangen: Jugendkunstschule feierte 30. Geburtstag

14.11.2016, 11:00 Uhr
Viel Farbe hat die Jugendkunstschule in den letzten 30 Jahren nach Erlangen gebracht. Beim Fest im Frankenhof wurden jetzt bunte Türme gebaut.

Viel Farbe hat die Jugendkunstschule in den letzten 30 Jahren nach Erlangen gebracht. Beim Fest im Frankenhof wurden jetzt bunte Türme gebaut. © Harald Sippel

Eine riesige Papptorte bemalen, bunte Bauklötze stapeln: Für Kinder und Erwachsene gab es beim Juks-Fest allerhand zu tun — wie es sich für die Einrichtung, die seit jeher Kreativität in den Mittelpunkt rückt, eben geziemt. Tanzvorführungen, Musik der Jazz Combo der Sing- und Musikschule Erlangen und das Papiertheater des Nürnberger Künstlers Johannes Volkmann sorgten für einen festlichen und zugleich fröhlichen Rahmen.

Doch ein bisschen Wehmut schwang bei dieser Geburtstagsfeier auch mit. Allein schon deshalb, weil die Jugendkunstschule ab kommendem März (vorübergehend) heimatlos ist. Wie berichtet, muss die Einrichtung aus ihrem angestammten Domizil, dem Frankenhof, ausziehen, weil dieser dann saniert und sich deshalb in eine Großbaustelle verwandeln wird.

„Kunstnomaden“ werden die Juks und ihre Mitarbeiter in den nächsten Jahren also sein — unterwegs in einem Kleintransporter. Ein großer, farbiger Faltplan informiert darüber, wo man die Juks dann antreffen kann. Zum Beispiel im Stadtmuseum, auf der Jugendfarm, im Gemeindezentrum Frauenaurach und im Kulturpunkt Bruck.

„Der Countdown läuft“ konstatierte Oberbürgermeister Florian Janik, der zum Gratulieren gekommen war und sich in seiner Festrede mit nostalgischen Gefühlen an die Anfänge der Juks erinnerte. Es seien „unheimlich viele Kinder“, die in den 30 Jahren ihres Bestehens in der Juks „etwas erlebt haben“. So wie er selbst eben auch. Im Keller habe er als Sechsjähriger getöpfert.

Solche Erinnerungen stiegen an diesem Nachmittag in etlichen Besuchern hoch. Von „wildem freien Malen“ mit riesigen Pinseln auf großen Leinwänden erzählt eine 37-Jährige im Rückblick. Toll sei das gewesen, damals vor 30 Jahren, man „wurde ernst genommen und war dann groß, weil man allein zum Malen gehen durfte“. Heute ist ihre siebenjährige Tochter an der Reihe, solche Erfahrungen zu machen.

Sie hat eine Maus mit Käse getöpfert, die sicherlich aufgehoben wird — als Zeugin einer glücklichen Kindheit, in der Kreativität ihren Platz hat.

Das Fest der Fantasie — darauf hob auch Bildungsreferent Dieter Rossmeissl in seiner Rede ab — geht nach dieser Geburtstagsfeier jedenfalls weiter.

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