Erlangen: "Ostast" der StUB soll wachsen und gedeihen

18.1.2020, 06:00 Uhr
Ob und wann Schienen für die Stadt-Umland-Bahn (StUB) im östlichen Landkreis Erlangen-Höchstadt verlegt werden können, steht noch in den Sternen. Die Stadt Erlangen würde aber einen sogenannten „Ostast“ finanziell mitunterstützen.

Ob und wann Schienen für die Stadt-Umland-Bahn (StUB) im östlichen Landkreis Erlangen-Höchstadt verlegt werden können, steht noch in den Sternen. Die Stadt Erlangen würde aber einen sogenannten „Ostast“ finanziell mitunterstützen. © Claus Felix/ZV StUB

Die Stadt Erlangen möchte die Stadt-Umland-Initiative "Ostast" unterstützen und für die notwendigen Planungen ihr finanzielles Scherflein beitragen. Mit einer Vorfinanzierungszusage an den StUB-Zweckverband ist die Stadt mit von der Partie. Das Thema kam jetzt einmal mehr im Haupt-, Finanz und Personalausschuss zur Sprache.

Bekanntlich schlossen sich im April 2018 insgesamt 14 Gemeinden aus den Landkreisen Erlangen-Höchstadt, Forchheim sowie die Stadt Erlangen zusammen, um den Ostast der Stadt-Umland-Bahn erneut untersuchen zu lassen. Dieses "landkreisübergreifende interkommunales Bündnis für jenen Ostast der Stadt-Umland-Bahn" firmiert seither unter den griffigen Namen "LIBOS".


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Diese LIBOS-Initiative fordert eine zusätzliche StUB-Strecke von Erlangen in Richtung Osten über Neunkirchen bis nach Eschenau mit einer Anbindung an die Gräfenbergbahn – die EN berichteten. Seit der Kosten-Nutzen-Untersuchung aus dem Jahr 2012 haben sich die Prognosen in Sachen Bevölkerungs- und Pendlerzahlen allerdings deutlich verändert. Aus diesem Grund soll eine neue Kosten-Nutzen-Untersuchung in Auftrag gegeben werden. Überdies möchte die Initiative gleichsam die Tür offen halten und somit die Chance auf eine Förderung weiter aufrechterhalten.

 

Steigende Bewohnerzahl

Für einen Ostast der Stadt-Umland-Bahn als zukunftsträchtiges Nahverkehrsangebot sprechen wohl reichlich gute Gründe – unter anderem der stetige Zuwachs an Bewohnern in den Umlandgemeinden, ferner die steigende Zahl der Fahrgäste im ÖPNV, und vor allem auch die weiter wachsende Zahl von Pkw-Einpendlern, die alltäglich für nicht unerhebliche Verkehrsprobleme in Erlangen sorgen.

Vorstudie und Varianten

Natürlich wird das Ganze erst einmal genau unter die Lupe genommen – mittels Vorstudie und Nutzen-Kosten-Untersuchung. Macht unterm Strich 60.000 Euro. Davon übernimmt der VGN-Zweckverband die Hälfte. Die übrigen 30.000 Euro müssen die 14 Gemeinden berappen. Damit nicht genug. Die Bürger sollen auch "professionell, einheitlich und umfassend" über den StUB-Ostast und die damit verbundenen Planungen bündig informiert werden, wie es hieß. Dazu soll eine passende "Kommunikationsstrategie" entwickelt werden.

Dazu gesellen sich noch die Kosten für jene technischen Planungen und Nutzen-Kosten-Untersuchungen in drei Varianten. So dass man letztlich Brutto-Kosten von etwa 233.000 Euro erwarten darf. Die Hälfte davon, also 116.500 Euro als Anteil der Stadt Erlangen, sollen in den Haushalt 2020 eingestellt werden. Die Mittel sind jedenfalls beantragt. Abgesehen vom Geld-locker-machen wurde die Koordinierung des StUB-Ostastes ins diesjährige Arbeitsprogramm des Bau- und Planungsreferats aufgenommen.


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Den anvisierten Beitritt der Stadt zur Initiative "Ostast" fanden allerdings nicht alle Mitglieder des Ausschusses gut. Mit fünf Gegenstimmen wurde das Ganze mehrheitlich gutgeheißen. Das letzte Wort dazu hat jedoch der Stadtrat.

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