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Erlangen: StUB-Planungen werden vertieft

Der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn stellt Entwürfe für Büchenbach vor - 16.04.2021 15:24 Uhr

So könnte eine Haltestelle der Stadt-Umland-Bahn am Rudeltplatz in Erlangen-Büchenbach aussehen. Diese Computergrafik wurde bei der Sitzung des StUB-Zweckverbands in Nürnberg gezeigt.

15.04.2021 © Visualisierung: ZV StUB


Im StUB-Zweckverband sind die Städte Erlangen, Herzogenaurach und Nürnberg organisiert, die gemeinsam das größte Verkehrsinfrastrukturprojekt der Metropolregion auf die Schiene stellen wollen.

Mehr ins Detail

Nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens und der sogenannten Planungsphase 2 tritt man im Mai ins dritte Stadium ein, bei dem die Pläne für die Überlandstraßenbahn deutlich weiter als bisher ins Detail gehen sollen. Das wird in den nächsten Monaten eine Reihe weiterer "Dialogforen" in den vom StUB-Bau betroffenen Gemeinden nach sich ziehen. So geht es etwa darum, wie die StUB eines Tages durch Büchenbach fährt und wie die Gestaltung des Rudeltplatzes aussehen soll.

Entwurf für Büchenbach

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In diesem Zusammenhang zeigte Zweckverbands-Technikchef Florian Gräf im Nürnberger Rathaus einen ersten Entwurf, wie eine StUB-Haltestelle in Büchenbach aussehen könnte. Ehe aus der Visualisierung Realität wird, gibt es gleichwohl noch eine Vielzahl von Abstimmungsgesprächen – auch mit dem Stadtteilbeirat.

Konkretere Ostast-Planungen

Die Ostast-Planungen, die aus dem ursprünglichen "L-Netz" ein "T-Netz" mit einer StUB-Trasse von Erlangen nach Eckental-Eschenau machen sollen, wo die Straßenbahn auf die Gräfenbergbahn trifft, konkretisieren sich: Der Antrag, dass die Zweckverbands-Geschäftsstelle mit der Stadt Erlangen sowie den Landkreisen Erlangen-Höchstadt und Forchheim in Verhandlungen tritt, "um die rechtlichen und finanziellen Voraussetzungen zur Vorbereitung der Aufnahme des StUB-Ostastes Erlangen-Eschenau in den Fördermittel-Einzelantrag des StUB-L-Netzes zu klären" (so der Wortlaut der Tischvorlage für den ZV-Ausschuss), wurde einstimmig verabschiedet.

Gleichmäßige Lasten-Verteilung

Dazu gehört, wie StUB-Geschäftsführer Daniel Große-Verspohl betonte, dass sich die genannten Partner auch an den Kosten für die teure Infrastruktur beteiligen, die der Zweckverband in den nächsten Jahren schafft, beispielsweise sogenannte Kunstbauwerke wie Brücken oder Unterführungen. Die Lasten des Bauvorhabens müssten auf die Schultern all jener verteilt werden, die eines Tages von der StUB profitieren.

Dritte Geschäftsführer-Stelle

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Die Stadt-Umland-Bahn in Bildern

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Um das bisherige Zweckverbands-Geschäftsführer-Duo Daniel Große-Verspohl (Finanzen) und Florian Gräf in entscheidenden Bereichen zu entlasten und die Leitungsebene breiter aufzustellen, wurde zudem die Schaffung einer dritten Geschäftsführer-Stelle beschlossen. Der oder die Neue soll zeitnah gefunden und installiert werden und sich vorrangig um die Kommunikation kümmern. Dazu gehört auch der Aufbau von Social-Media-Kanälen für den Zweckverband. Habe die Erfahrung doch gezeigt, dass das Einvernehmen der betroffenen Bürger mit dem StUB-Projekt umso leichter zu erreichen sei, je besser sie über die Planungen informiert würden. "Es kommt schon noch Kritik, aber die ist deutlich konstruktiver und zielführender geworden", meint dazu der Technische Leiter Florian Gräf.

Entscheidung fiel einstimmig

Für den künftigen Kommunikations-Manager des Zweckverbandes wird ein Nachtrags-Haushalt fällig, die Entscheidung für die Umstrukturierung der Leitungsebene fiel dennoch einstimmig. Denn Umfang und Komplexität der Aufgaben dürften in den nächsten Jahren stetig steigen.

 

HANS VON DRAMINSKI

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