Erlangen: Umzug lief wie am Schnürchen

25.6.2018, 06:00 Uhr
6600 Umzugskisten hatten die 370 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamtes gepackt. Den Transport selbst nahmen dann die Profis des Umzugsunternehmens Spitzer aus Mosbach vor, die mit 40 Mitarbeitern alles in Lkw verlud, um sie an ihren Bestimmungsort in die Nägelsbachstraße 1 zu transportieren.

6600 Umzugskisten hatten die 370 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamtes gepackt. Den Transport selbst nahmen dann die Profis des Umzugsunternehmens Spitzer aus Mosbach vor, die mit 40 Mitarbeitern alles in Lkw verlud, um sie an ihren Bestimmungsort in die Nägelsbachstraße 1 zu transportieren. © Klaus-DieterSchreiter

6600 Umzugskisten haben die 370 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamtes gepackt, haben sie in den Büros und im Sitzungszimmer gestapelt. Tagelang waren sie bei der Arbeit, und ein "Vernichtungsseminar" hatte man einigen auch angeboten, um die Akten, die schon lange verstaubt sind, für die Vernichtung zu sortieren. "Zuletzt haben wir zwischen Tür und Angel gelebt, jetzt freuen wir uns darauf, dass wir bald wieder richtig arbeiten können", sagt Angelika Schultheiß aus dem Bauamt. 

Mit dem Zwischenarchiv seien es wohl an die 70 Kisten gewesen, die sie zusammengepackt habe. Ihr Kollege Stefan Kolb hat es auf 51 Kisten gebracht. Alles wieder auspacken müssen sie dann auch noch, wenn heute die Arbeitswoche wieder beginnt.

Eingespieltes Team

Für den Juniorchef Ferdinand Spitzer des Umzugsunternehmens Spitzer aus Mosbach, das die Ausschreibung für das Projekt gewonnen hatte, ist es nicht der erst Umzug dieser Größe. Seine 40 Mitarbeiter sind bereits eingespielt. Die sechs Lkw werden einer nach dem anderen über Rampen beladen, die Fahrer kutschieren sie über den Bahnhofsplatz zum neuen Landratsamt, und fahren mit einem leeren Laster wieder zurück. Durch dieses rotierende System gibt es keine Wartezeiten, und alles läuft wie am Schnürchen. Regelrecht begeistert zeigt sich Landrat Alexander Tritthart davon, wie gut vorbereitet alles ist. Mit etwas Wehmut sagt er dann: "Dieser Umzug ist ein bedeutender Augenblick, waren doch schon seit 1860 die Behörden in unserem Gebäude."

Während im Hauptgebäude die schmalen Aufzüge ein Flaschenhals sind, hat man in der Dreikönigstraße, wo unter anderem die Kfz-Zulassungsstelle untergebracht war, einen Außenlift aufgestellt, der die Kartons in den Hof hinab transportiert. 

Von dort werden sie auf kleinen Wägelchen und über Rampen zum Lkw gefahren. Das Haus Goethestraße 18, in dem unter anderem das Ausländeramt, der Kreisjugendring und die Verkehrssicherheit gearbeitet hatten, wurde mit einer Menschenkette leer geräumt.

Am 14. Juli findet in dem neuen Landratsamt von 10 bis 14 Uhr ein Tag der offenen Tür statt. Dann können sich alle Bürgerinnen und Bürger selbst einen Eindruck von dem High-Tech-Gebäude machen, das nicht nur von außen ein Hingucker ist.

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