Donnerstag, 23.05.2019

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Erlangen: Vereint in Sorge um die Demokratie in Türkei

Demonstranten prangerten in Erlangen Präsident Erdoðans Vorgehen an - 04.12.2016 18:00 Uhr

Für die Einhaltung demokratischer Werte in der Türkei setzten sich die Demonstranten aus unterschiedlichen Gruppen in Erlangen ein. Präsident Erdoðan sei dabei, das Land in eine Diktatur zu führen. © Harald Sippel


Die Sorge um die Demokratie in der Türkei vereinte die rund 100 Menschen, die sich auf dem Rathausplatz versammelt hatten und danach zum Hugenottenplatz zogen. Angestoßen hatten die Kundgebung der türkisch deutsche Solidaritätsverein (TDS) und die Erlanger Linke. „Wir haben heute in Erlangen etwas Besonderes geschafft, das bundesweit selten gelingt: Viele Gruppen mit unterschiedlichen Ansichten demonstrieren gemeinsam“, sagte Zafer Titiz vom TDS.

„Wir sind nicht einverstanden mit dem, was in unserem Herkunftsland passiert“, sagte Titiz. Aus dem gescheiterten Putsch im Juli sei Präsident Erdoðans schleichender Staatsstreich geworden. Mit einem eindrücklichen Zahlenbeispiel untermauerte Titiz dies. „Bis vor zehn Tagen, als wir anfingen, diese Demonstration vorzubereiten, sind zirka 32 000 Menschen in der Türkei inhaftiert worden“, sagte er. Jetzt seien es bereits über 40 000 Menschen.

Viele hätten in Erlangen mitdemonstrieren wollen, dies jedoch „aus Angst vor Denunziation“ unterlassen. Johannes Pöhlmann (ErLi) forderte, dass Deutschland keine Waffen in die Türkei liefern dürfe und die Bundeswehr abziehen müsse. Die Türkei sei kein sicheres Herkunftsland mehr. 

Eva Kettler

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