Polizeibericht

Erlangen: Zwei Kilometer lange Ölspur zog sich durch Frauenaurach

18.6.2021, 12:12 Uhr
Eine mehr als zwei Kilometer lange Ölspur sorgte in Frauenaurach für erhebliche Verkehrsbehinderungen.

Eine mehr als zwei Kilometer lange Ölspur sorgte in Frauenaurach für erhebliche Verkehrsbehinderungen. © Klaus-Dieter Schreiter, NN

In Frauenaurach ging zeitweise gar nichts mehr. Auf einer Bewegungsfahrt hatte die Freiwillige Feuerwehr Frauenaurach bereits festgestellt, dass sich eine Ölspur durch den Vorort zieht.

Zunächst wurden besonders gefährliche Stellen mit Ölbindemittel ab gestreut, doch bald war klar, dass die Einsatzkräfte vor einer größeren Aufgabe stehen würden, weshalb die Kollegen der Ständigen Wache hinzugeholt wurden. Diese sperrten zunächst die Abfahrt vom Herzogenauracher Damm hinab zum Kreisverkehr in der Frauenauarcher Straße ab, weil die Fahrbahn bereits dort von Öl stark verschmutzt war.

20 Einsatzkräfte vor Ort

Die Spur führte weiter bis in das Wohngebiet Geisberg, durch das derzeit die Umleitung für die gesperrte Erlanger Straße führt. In der Ricarda-Huch-Straße stand dann auch ein Lkw, aus dem das Öl heraus lief.

Die Feuerwehr stellte dort zunächst den Brandschutz sicher und streute die Fahrbahn im Umkreis des Lkw großflächig ab. Dann machten sich etwa 20 Männer und Frauen daran, die gesamte rund zwei Kilometer lange Ölspur bis hinauf zum Herzogenauracher Damm mit Ölbinder abzustreuen.

Es wurde so viel Material benötigt, dass ein Lkw sogar Nachschub heranfahren musste. Eine Kehrmaschine fegte das Bindemittel gleich wieder auf, was nicht nur viel Staub verursachte, sondern auch erhebliche Verkehrsbehinderungen. Insbesondere in den engen Straßen auf der Umleitungsstrecke ging es zum Teil ziemlich wild zu.

Eilige Autofahrer fuhren sogar einfach über längere Strecken auf dem Bürgersteig entlang, um schnell an ihr Ziel zu gelangen. Das verursachte bei den Einsatzkräften nur Kopfschütteln, denn das war nicht ungefährlich. Nach gut zweistündiger harter, staubiger Arbeit in der Vormittagshitze durften die Feuerwehrleute wieder einrücken.


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