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Erlangens jüngste Stadträtin

Andrea Winner von der Erlanger Grünen Liste ist gerade einmal 18 Jahre jung - und selbstbewusst. - 16.05.2020 11:00 Uhr

Andrea Winner (2. v. re, hier bei einem Besuch der Bundestagsabgeordneten Claudia Roth) ist die jüngste Stadträtin in Erlangen in der neuen Legislaturperiode.

15.05.2020 © Klaus-Dieter Schreiter


Frau Winner, warum geht man mit 18 Jahren in die Politik? 
Junge Menschen sind in allen Gremien unterrepräsentiert. Ein Viertel aller Erlangerinnen und Erlanger sind unter 25 – da ist es nur logisch, dass auch diese Gesellschaftsgruppe im Stadtrat intensiver mitreden muss. Persönlich reizt mich das Mitgestalten sehr.

 

Es war aufgrund Ihres Listenplatzes wahrscheinlich, dass Sie es in den Stadtrat schaffen. Hat die Partei Sie wegen Ihrer Themen ausgewählt oder nur, um die Stimmen der Fridays-For-Future-Bewegung zu gewinnen?
Ich demonstriere zwar dort immer mit, mir sind deren Themen auch sehr wichtig – aber mein politischer Schwerpunkt liegt mehr im Sozialen. Das war der Partei wichtig: Eine bunte Mischung aufzustellen.

 

Andrea Winner von der Grünen Liste im Erlanger Stadtrat.

15.05.2020 © privat


Heute fallen junge Menschen wieder verstärkt mit Meinungsstärke, aber auch durch Rebellion auf. Wie rebellisch wird es im Stadtrat durch Sie zugehen?
Man darf sich auf hitzige Diskussionen gefasst machen, ich werde meine Meinung sagen und für sie kämpfen. Der Oberbürgermeister hat angekündigt, dass er auf offene Zusammenarbeit setzt – ich hoffe, dass das umgesetzt wird, wir viel diskutieren und letztlich gemeinsame Schnittmengen finden.

 

Müssen Sie auch rebellieren, damit man Sie im Rat überhaupt ernst nimmt?
Junge Menschen werden häufig unterschätzt. Dem können wir entgegentreten, in dem wir unser Können beweisen. Unterbewusst mag das so sein, dass jungen Menschen weniger zugetraut wird. Aber ich sehe mein Alter nicht als Grund, mich nicht durchsetzen zu können.

 

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Frau Winner, wann werden Sie sagen: Die Arbeit im Stadtrat hat sich gelohnt?
Wenn wir als Grüne viel erreichen über die Fraktionsgrenzen hinaus, gerade im sozialen Bereich. Wenn benachteiligte Gruppen mehr Gehör bekommen, die Meinungen von Menschen unter 18 Jahren berücksichtigt werden und durch Corona niemand in der Stadt abgehängt wird.

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