Erlangens OB Florian Janik will attraktiven Altstadtmarkt

8.5.2014, 08:00 Uhr
Ortstermin mit Aufsichtsratsmitglied Klaus-Dieter Sahrmann (vorne) und OB Florian Janik für die geplante neue Weller Bräu, die in der Altstadtmarktpassage eine Brauerei mit Ausschank einrichten will, wenn genügend Genossenschaftsanteile gezeichnet werden. Foto: Sippel

Ortstermin mit Aufsichtsratsmitglied Klaus-Dieter Sahrmann (vorne) und OB Florian Janik für die geplante neue Weller Bräu, die in der Altstadtmarktpassage eine Brauerei mit Ausschank einrichten will, wenn genügend Genossenschaftsanteile gezeichnet werden. Foto: Sippel © Harald Sippel

Den ersten Besuch des neuen Erlanger Oberbürgermeisters Florian Janik in den zum Umbau vorgesehenen Räumen in der Altstadtmarktpassage nutzten Aufsichtsräte und Vorstandsmitglieder der Brauerei-Genossenschaft, um beim OB um Unterstützung durch die Stadt(verwaltung) zu werben. Janik, der sich als 250. Mitglied der Brauerei-eG eintrug – den Begriff „Genosse“ kennt er schließlich bestens –, sagte zu, sich sowohl in seiner Verwaltung als auch beim Knüpfen von Kontakten (auch bei der Suche nach Fördermöglichkeiten) stark machen zu wollen.

Aufsichtsratsmitglied Hans Kurt Weller – er stieß 2011 mit einem familiären Jubiläum einer historischen Brauerei Weller die Idee einer Neugründung an – berichtete von einer erkennbar großen Aufgeschlossenheit des international agierenden Altstadtmarkt-Investors Brack Capitals Properties, zeigte sich aber auch überzeugt davon, dass dieser noch einen Motivationsschub benötige, um die überfälligen Investitionen für den Umbau ins Auge zu fassen.

Von den Plänen der Brauerei Weller Erlangen eG (für eingetragene Genossenschaft), in der der Altstadtmarktpassage eine Gaststätte mit einer sogenannten Schau-Brauerei einzurichten, hält Janik „grundsätzlich sehr viel“, vor allem auch vor dem Hintergrund, dass die Altstadt mit einer solchen Einrichtung weiter deutlich aufgewertet würde. Wie sehr gerade das Thema Erlebnis-Gastronomie dazu beitragen kann, zeigt sich bereits an der Brauerei Steinbach in der Vierzigmannstraße, wo im Gastraum im Eingangsbereich ebenfalls ein Sudkessel in Betrieb ist, in dem ein Hausbräu (der „Storch“) sowie etwa allmonatlich eine Bierspezialität gebraut wird.

Für den Altstadtmarkt haben sich Vorstand und Aufsichtsrat der Genossenschaft wegen der zentralen Lage, der schnellen Verfügbarkeit der Immobilie und dem historischen Bezug zur früheren Brauerei Henninger entschieden, die das Altstadtmarkt-Gelände bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts belegte und deren historisches Zugangsportal noch an der Hauptstraße erkennbar ist.

Brau- und Schankraum

Die Pläne der Brauerei-Genossenschaft sehen vor, vom Eingangstor zur Hauptstraße bis zur Apotheke auf der rechten Seite der Passage einen kombinierten Brau- und Schankraum einzurichten, dem ein großzügig dimensionierter Grünbereich vorgelagert ist. Der bislang ziemlich breite Passagenzugang würde dadurch deutlich verengt, was eher als „Einladung“ interpretiert wird. Unklar sind aber bisher noch die Kosten des Umbaus – und die schwierige Kostenaufteilung.

Der Altstadtmarkt-Manager Bruno Plein hatte sich bei einem „Altstadtdialog“ zur Zukunft des Altstadtmarktes davon überzeugt gezeigt, dass sein Unternehmen langfristig an einer positiven Entwicklung auch der Altstadtmarktpassage interessiert ist. Weller-Aufsichtsratsmitglied Klaus-Dieter Sahrmann sieht diese Aussage auch dadurch bestätigt, dass ein Mietvertragsentwurf des Investors mit der Brauerei von sehr langen Zeiträumen ausgeht – „so etwas macht man nur, wenn man auch langfristig Interesse an der Immobilie und deren positiver Entwicklung hat“.

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