Mittwoch, 14.04.2021

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Erlanger Kriminalpolizei verunsichert mit Briefen

Irritationen nach maschinell erstellten Schreiben im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens - 28.02.2021 11:30 Uhr

Auszug aus dem Schreiben der Kripo Erlangen, das im Zusammenhang mit einem Ermittlungsverfahren verschickt wurde, in dem es um Briefe geht, die nie bei den Adressaten ankamen.

25.02.2021 © Polizei


Die Polizei führe aktuell "ein großes Ermittlungsverfahren gegen eine Tätergruppe zum Nachteil der Deutschen Post wegen Diebstahl von Postsendungen durch", heißt es in dem Schreiben, das ohne Unterschrift verschickt wurde.

Bekommen haben es jene, die Briefe hätten erhalten sollen, die aber nie ankamen. Denn zwischen November und Januar, so die Polizei auf Nachfrage, seien drei Männer in diverse Lagerräume der Post eingedrungen, darunter auch eins in Baiersdorf. Einer der Männer sei ein Subunternehmer der Post und habe dadurch Zugang zu den Lagern gehabt.

Verschwundene Wertgegenstände

Im Rahmen einer Wohnungsdurchsuchung fand die Polizei mehr als 400 geöffnete Briefe – und muss nun herausfinden, ob die Täter, die bereits in Haft sitzen, daraus Wertgegenstände und Geld entnommen haben. Diese Information ist wichtig, um den entstandenen Schaden einschätzen und anschließend im Rahmen des Gerichtsverfahrens das Strafmaß einordnen zu können.

Weil so viele Briefe verschickt werden mussten, sei dies maschinell passiert und deshalb ohne Unterschrift. Genau das hat viele Empfänger des behördlichen Schreibens allerdings verunsichert. Schließlich hat die Polizei in den vergangenen Wochen wiederholt vor Trickbetrügern gewarnt.

In dem Schreiben der Krimonalpolizei Erlangen wird darum gebeten, ein beiliegendes Antwortformular auszufüllen und zurückzuschicken.

25.02.2021 © Polizei


In diesem Fall handele es sich allerdings um ein echtes Schreiben, dessen Beantwortung den Ermittlungen helfen kann. Es sei "bedeutend zu wissen, wann und wo der Brief in einen Briefkasten der Deutschen Post eingeworfen wurde. Zudem bitten wir um Angabe des Inhaltes, insbesondere, ob Bargeld oder andere Wertgegenstände darin enthalten waren".


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EVA SÜNDERHAUF

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