Samstag, 14.12.2019

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Erlanger Schwimmer machten ihren Trainer glücklich

Nach den Deutschen Meisterschaften in Berlin blickt Roland Böller hoch zufrieden auf die Erfolge der SSG-Schwimmer - 20.05.2012 10:30 Uhr

Mihail Strugulea unterwegs im Berliner Wasser. © privat


Die zahlreichen Finalteilnahmen seiner Schützlinge machen den Coach stolz. Mit einer Quote von 63 Prozent stellten die Schwimmer ihre Fähigkeit unter Beweis, in ihrem Jahrgang in Deutschland ganz vorne mitzuschwimmen. Bei deutlich mehr als der Hälfte der Vorläufe schlugen die Erlanger unter den ersten zehn ihres Jahrgangs an, was sie automatisch für den Endlauf qualifizierte, der meistens noch am selben Nachmittag zu schwimmen war.

Trotz dieses großen Pensums steigerten sich alle Athleten enorm und Böller ist mit jedem Einzelnen zufrieden. „Es wurden tolle Bestzeiten geschwommen. Und dieses Mal war es auch so, dass diejenigen besonders gute Leistungen erzielten, die das Jahr über hart trainiert haben.“ Das sei ja nicht immer so und deshalb freue es ihn ganz besonders. „Wenn ein Schwimmer für sein Engagement belohnt wird, ist das umso schöner.“

Die Lichtgestalt im Berliner Wasser war sicherlich Nils Wich-Glasen. Beim wichtigsten Wettkampf der Saison spielte er alle seine Trümpfe aus und ist Fünftschnellster Deutschlands über 200m Brust. Im Vorlauf flog er praktisch mit seiner 4-Sekunden Bestzeit 2:15,22Min. übers Wasser und zog so als Dritter ins Finale ein, wo er dann zwei Plätze verlor, sich aber für die Jugend-Europameisterschaften qualifizierte. „Ich bin total zufrieden“, freut sich der 17-Jährige, „mit so einer Zeit hätte ich niemals gerechnet.“ Zum ersten Mal darf er nun bei einer internationalen Meisterschaft für Deutschland schwimmen und hofft, dort noch „eine Schippe drauflegen“ zu können. „Eine Finalteilnahme wäre der Hammer.“ Lob kam auch vom Trainer: Nils habe gezeigt, dass er in der Deutschen Spitze mitschwimmen kann. Diese Stärke soll im Training ausgebaut werden. Bei Nadine Laemmler sehe das ganz genauso aus. Sie hat ihre Disziplin und ihren Ehrgeiz bewiesen, denn sie ist direkt nach dem Deutsch-Abitur an den Prenzlauer Berg gereist, um ihre Paradestrecke 200m Rücken zu schwimmen und im A-Finale auf Platz sechs zu landen. „Das war schon stark“, so Böller.

Neben den erfahrenen Schwimmern konnten auch die Jüngeren ihre Bahnen in phänomenalen Zeiten ziehen. Michelle Messel und Mareike Förster nahmen jeweils an drei Endläufen teil, Förster eroberte sich eine Bronzemedaille, Messel verpasste diese nur ganz knapp. „Die Kleinen fangen an zu drängeln“, kommentiert Böller und meint, dass sich die beiden 14-Jährigen Mädchen an das Niveau der älteren Sportler im Team herankämpfen können. Die Fähigkeit zu kämpfen bewies auch Jonas Gutzat, der über 200m Freistil drei Sekunden schneller als gemeldet Bronze angelte. Auch die 18-jährigen Mihail Strugulea, Robin Blaicean und Luca Sterner starteten in zahlreichen Jahrgangsfinals und positionierten sich damit auf mehreren Strecken in ihrem Jahrgang unter den ersten zehn. Erfolgreich teilgenommen haben auch Vincent Liebig, Ines Breidbach und Daniela Neubig.

„Ich bin hochzufrieden mit den diesjährigen Deutschen Meisterschaften“, resümiert Trainer Böller. „Es wächst hier ein Team heran, das durch sehr hohe Trainingsbereitschaft auffällt.“ Und das Fernziel macht er auch deutlich: „Wir haben jetzt noch einen kompletten Olympiazyklus Zeit.“ 2016 kann kommen.

Medaillenspiegel

 

Ines Breidbach (1996): 200m Freistil (2:11,84min., 17); 100m F. (0:59,40, 8 F); 50m Brust (0:35,22min., 14). Mareike Förster (1997): 400m Lagen (5:05,52, 7 F); 200m Brust (2:39,47, 3 F), 100m B. (1:16,35,12); 200m Lagen (2:26,18,8 F). Nadine Laemmler (1994): 200m Rücken (2:15,96, 3 F/A-Finale); 100m R. (1:03,86,4 F); 200m Lagen (2:23,13, 8). Michelle Messel (1997): 100m Schmetterling (1:04,53, 4 F); 200m S. (2:25,51, 7 F); 50m S. (0:29,08,6 F). Daniela Neubig (1996): 200m Rücken (2:32,44, 18). Robin Blaicean (1994): 400m Lagen (4:41,70, 6 F); 50m Rücken (0:28,53, 18); 200m R. (2:11,01, 6 F); 200m Lagen (2:13,61,9 F); 100m R. (1:01,90, 14). Jonas Gutzat (1995): 200m Freistil (1:53,89, 3 F); 200m Rücken (2:10,79, 4 F); 100m Freistil (0:53,22, 6 F). Vincent Liebig (1994): 50m Rücken (0:28,31, 16); 100m Schmetterling (0:58,87, 15); 100m R. (1:01,33, 12); 50m S. (0:26,72, 20). Luca Sterner (1994): 200m Freistil (1:59,30, 19); 100m Schmetterling (0:58,90, 16); 400m F. (4:12,75, 12 F); 200S. (2:12,94, 10 F). Mihail Strugulea (1994): 400m Lagen (4:43,09, 8 F); 200m Freistil (1:58,74, 18); 100m Schmetterling (0:58,92, 17); 400m F. (4:09,18, 9 F); 200m S. (2:08,38, 6 F). Nils Wich-Glasen (1994): 200m Brust (2:15,75, 1 F/A-Finale JEM-Qualifikation); 100m B. (1:03,67, 1 F); 50m B. (0:29,28, 2 F).

Gold: 2, Silber: 1, Bronze: 3.

 

ELENA WALTER

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