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Dienstag, 18.06.2019

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Erlanger Stadtmuseum soll saniert und erweitert werden

Stadtrat Erlangen peilt Prioritätenliste für die Entwicklung an - 21.03.2018 06:00 Uhr

Ab 2020/21 könnten hier die Bagger rollen: Direkt rechts neben der Altstädter Kirche befindet sich der Gebäude-Komplex mit dem markanten Hauptgebäude des Stadtmuseums. Das Pinoli-Haus, das einem Neubau für ein angepeiltes „Museumscaree“ weichen könnte, befindet sich im unteren linken Bereich des Areals. © Harald Sippel


Drei Kultur-Institutionen hoffen seit Jahren auf die Sanierung ihrer Gebäude und auf Erweiterungsbauten. Klar war den Leitern von Volkshochschule, Theater und Stadtmuseum aber auch, dass nicht alle Großprojekte gleichzeitig starten können, sondern im Stadtrat eine Prioritätenliste erstellt wird.

Nun schienen die Würfel gefallen zu sein: Die FDP-Frakton hat einen Antrag für den Kultur- und Freizeitauschuss vorgelegt, mit dem die Verwaltung beauftragt werden soll, ein Sanierungs- und Finanzierungskonzept für die Grundsanierung sowie die Erweiterung des Stadtmuseum und des angrenzenden (und vor einiger Zeit von der Stadt erworbenen) Pinolihauses am Martin-Luther-Platz zu erarbeiten. Dazu sollen noch notwendige Planungsmittel für den nächsten Haushalt angemeldet werden.

Die Umsetzung der Pläne könnte dann 2020/2021 gestartet werden. "Dass wir uns nun auf einen Bereich festlegen wollen, heißt aber nicht, dass Theater und Volkshochschule bei den Projekten hinten runter gefallen sind. Es kann aber nicht alles gleichzeitig passieren", stellt FDP-Fraktionsvorsitzender Lars Kittel klar.

Schließlich soll durch einen weiteren Punkt im Antrag der Betrieb in allen drei Einrichtungen sichergestellt sein. "Die Verwaltung wird beauftragt, die dringend notwendigen Sanierungsmaßnahmen von Stadtmuseum/Pinolihaus/Gebäude Martin-Luther-Platz 10, Egloffsein’sches Palais sowie Markgrafentheater/Redouten-Langhaus zu ermitteln bzw. zu aktualisieren und ein Gesamtkonzept für die (schrittweise) Umsetzung zu erarbeiten, das sich auf die Inanspruchnahme von Zuschüssen nicht ,förderschädlich‘ auswirkt. Die dafür notwendigen Ressourcen sind für den Haushalt anzumelden", lautet es weiter im schönsten Amtsdeutsch.

Zum Stadtmuseum gibt es seit drei Jahren auch eine Machbarkeitsstudie eines Architekten-Büros, in der bereits eine "große Lösung" für das Haus anvisiert wird. Als Ersatz für das marode Pinoli-Haus soll es einen Neubau als Ausstellungs- und Veranstaltungshaus auf erheblich vergrößerter Grundfläche geben, da dieser den maroden Hof des alten Hauses einschließlich Remise überbaut.

Ein zweigeschossiges Gebäude mit zwei Kellerebenen sei die "kostengünstigste Variante" für die Umwandlung des Stadtmuseums in ein "Museumscaree". Ein Multifunktionsraum für Veranstaltungen könnte dabei entstehen. Das Obergeschoss soll Platz für Sonderausstellung bieten. Die Kosten für den Neubau wurde damals auf 12,1 Millionen Euro geschätzt.

Aus Reihen der Ampel-Koalition im Rathaus war als einer der Gründe für die Priorisierung des Stadtmuseums stets zu hören, dass man sich durch diese Maßnahme eine Belebung für die Altstadt verspricht. 

Stefan Mößler-Rademacher Redaktion Erlanger Nachrichten, Leiter der Kulturredaktion E-Mail

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