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Erlanger Stadtrat im Griff der Corona-Pandemie

Vor der Ladeshalle gab es Demonstrationen gegen die AfD und für den Klimaschutz - 14.05.2020 19:22 Uhr

Im Namen der Gemeinden aller Erlanger Religionsgemeinschaften sprach Dekan Peter Huschke Segensworte vor den Stadträten und den Zuhörern.

14.05.2020


"Wo sonst Nähe zueinander herrscht, dominieren Abstände. All das ist ein sichtbares Zeichen dafür, wie sehr uns die Corona-Pandemie trotz der jüngsten Lockerungen nach wie vor im Griff hat." Auch die konstituierende Sitzung des Erlanger Stadtrats fand unter ganz besonderen Umständen statt. In der Ladeshalle unter strikten Hygiene-Regeln und nicht im Ratssaal. Und mit einem wiedergewählten Oberbürgermeister Florian Janik von der SPD, der in seiner Antrittsrede vor allem auf die Folgen der Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft blickte.

Extinction Rebellion und Fridays for Future-Gruppen aus Erlangen hatten sich vor der Stadtrats-Sitzung unter dem Motto „Klimanotstand nicht vergessen“ versammelt.

14.05.2020 © Foto: Günter Distler


"Gerade in Zeiten der Krise muss es uns gelingen, dass alle demokratischen Kräfte diese herausfordernde Aufgabe gemeinsam tragen." Nicht nur Janik betonte stets, dass dieser Weg im – wie es Janik ausdrückte – konstruktiven Ringen aller demokratischen Kräfte gefunden werden muss. Besorgt zeigte sich Janik über die derzeitigen Proteste in Deutschland. Aber auch in Erlangen und speziell im Stadtrat dürften Antidemokraten und Rechtspopulisten nie zum "Zünglein an der Waage" werden und Entscheidungen für die Stadt treffen.

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Bereits vor der Stadtratssitzung hatten sich Bürger bei zwei Demonstrationen mit ihren Forderungen an ihre Volksvertreter zu Wort gemeldet. Vertreter von Extinction Rebellion und Fridays for Future-Gruppen aus Erlangen trafen sich unter dem Motto "Klimanotstand nicht vergessen" vor der Ladeshalle. Angemahnt wurde unter anderen die "Festlegung des verbindlichen Ziels der Klimaneutralität für Erlangen."

Bereits kurz zuvor hatte das Aktionsbündnis zum Gedenken der Opfer der NS-Euthanasieverbrechen aufgerufen, gegen die Wahl der AfD in den Erlanger Stadtrat zu protestieren. "Solange Menschen wie Gauland oder Kalbitz oder Faschisten wie Höcke in der AfD den Ton angeben, solange ist und bleibt die AfD keine politische Alternative für Demokraten. Auch nicht hier in Erlangen. Solange ist und bleibt sie eine Gefahr für unsere freiheitliche Demokratie und für ein friedliches, solidarisches Europa. Dem müssen wir uns entgegenstellen", sagte Pfarrer Johannes Mann.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften vor Ort. Zu Zwischenfällen kam es nicht.

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