Montag, 16.12.2019

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Erlanger Uni-Klinikum will um Pflegekräfte werben

"Komm ins Team":Image-Kampagne soll in wenigen Wochen starten - 23.09.2019 11:00 Uhr

Unter dem Motto „Wir pflegen Spitzenmedizin“ wird das Uni-Klinikum auch in Kinospots sowie auf Plakatwänden und Stadtbussen auf sich aufmerksam machen. © Uni-Klinikum Erlangen


Bereits zu Jahresbeginn hatte die HNO-Klinik mit Plakatwänden nach Personal gesucht. Das aber war eine Klinik, nun steht der gesamte Pflege- und Funktionsdienst mit immerhin rund 3500 Mitarbeitern im Zentrum.

"Wenn es um Pflege geht, wird meistens nur negativ darüber gesprochen und geschrieben", sagen Katharina Müller und Vanessa Grau, die die Werbekampagne mitverantworten. Pflegenotstand, Schichtdienst und schwierige Arbeitsbedingungen dominierten die Debatte, meinen die beiden. Die positiven Seiten kämen zu kurz. Gerade die Beschäftigten im Pflege- und Funktionsdienst selbst wollten die Vorzüge ihrer Berufe aber mehr ins Zentrum rücken — und haben deshalb in Workshops und Mitarbeiterbefragungen ihre Wünsche zur eigenen Darstellung eingebracht.

Das Ergebnis, das an diesem Montag in einer Auftakt-Veranstaltung allen 7500 Uniklinik-Mitarbeitern offiziell präsentiert wird, ist danach zunächst nur online (www.wir-pflegen-spitze.de) bzw. auf den sozialen Medien abrufbar. Im Oktober findet die Kampagne dann unter dem Motto "Wir pflegen Spitzenmedizin" auch in Kinospots sowie auf Plakatwänden und Stadtbussen statt.

Die Initiative soll nach außen und innen wirken: die "schönen Seiten" des Pflege- und Funktionsdienstes zeigen und die Uniklinik als attraktiven Arbeitgeber bekannter machen, aber auch die Unternehmensidentität stärken.

Der Pflege- und Funktionsbereich sei zwar (fast) so vielschichtig wie seine Mitarbeiter, erläutert Pflegedirektor Reiner Schrüfer. Dennoch ist etwa über besondere Leistungen und Auszeichnungen für und in der Erlanger Pflege oder modernste Methoden in dem Bereich kaum etwas bekannt. Auch über Ausbildungen, Zusatzqualifikationen oder Aufstiegschancen herrsche vielerorts Unkenntnis, beklagen Katharina Müller und Vanessa Grau.

Die zwei Frauen selbst sind dafür beste Beispiele: Begonnen als Krankenschwestern, haben sie sich danach im Gesundheitsmanagement weitergebildet. Heute sind die zwei in der Pflegedirektion tätig: Müller im dortigen Personalmanagement, Grau als Referentin der Pflegedirektion. "Alle Kollegen, die bei unserer Kampagne mitgemacht haben, verstehen sich als Botschafter der Uniklinik und ihres Berufes", betonen die zwei.

SHARON CHAFFIN

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