15°

Donnerstag, 24.09.2020

|

zum Thema

Erlanger Uni-Präsident über Geld aus München: "Das ist ein großer Segen"

Vorgezogenes Investitionsprogramm für Sanierungs- und Baumaßnahmen - 16.09.2020 11:00 Uhr

Der Neubau der Technischen Chemie entsteht in der Nähe des geplanten Baus für das Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg auf dem Erlanger Südgelände.

© Kurt Fuchs


Bayern reagiert mit einem vorgezogenen Investitionsprogramm auf die Wirtschaftskrise. Davon profitiert auch die Friedrich-Alexander-Universität (FAU). Sie kann nach eigenen Angaben aus der Hightech-Agenda (HTA) Bayern rund 20 Millionen Euro jährlich an Personal- und Sachmitteln erwarten – das entspricht den angekündigten Professuren.

Zudem wurden die Mittel für Hochbaumaßnahmen stark aufgestockt, so dass die FAU mit Bau-, Umbau- und Sanierungsmaßnahmen auf rund 650 Millionen Euro kommt.

Bilderstrecke zum Thema

So geht es jetzt mit der Uni in Nürnberg und Erlangen weiter

Auf den Baustellen der Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) tut sich gerade einiges. Die Lehramtsstudenten bekommen ein neues Gebäude in Nürnberg. Im Himbeerpalast in Erlangen ziehen Ende des Jahres die letzten Mitarbeiter aus. Unser Überblick zeigt, wo, was, wann gebaut wird und wer wohin umziehen soll.


Konkret sind das die Technische Chemie, Chemikum II, Leichtbauhörsäle, Umbau des Himbeerpalasts/Entstehung Geisteswissenschaftliches Zentrum Erlangen sowie Geisteswissenschaftliches Zentrum Nürnberg und Masterplanung für den Ausbau des Südgeländes. "Generell ist die Aufstockung der Hochbaumittel für die FAU mit ihren vielen dringenden Bauvorhaben ein großer Segen", lobt dann auch FAU-Präsident Prof. Joachim Hornegger auf Nachfrage.

Natürlich werde das Thema Sanierung ein Dauerthema an bayerischen Hochschulen bleiben. "Aber die FAU kann im Moment wirklich nicht klagen", betont Hornegger weiter.

Dank der Mittel aus der Hightech-Agenda, so der Uni-Präsident, konnte der Neubau der Technischen Chemie tatsächlich in Angriff genommen werden, dessen Kosten derzeit mit 82 Millionen Euro beziffert werden.

Bauantrag ist genehmigt 

Die Planung läuft, der Bauantrag ist genehmigt, die Fertigstellung ist für 2026 geplant. Das Gebäude entsteht auf dem Südgelände, neben dem geplanten Bau für das Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg (HIERN).

Die Technische Chemie sei, wie die Chemie generell, für die FAU außerordentlich wichtig, so Hornegger. Denn die FAU gehöre weltweit in der Chemie zu den Spitzenuniversitäten, erst jüngst sei der Universität im Shanghai-Ranking wieder ein Platz unter den Top 50 weltweit in der Chemie bestätigt worden.

Bilderstrecke zum Thema

Uni und TechFak: Vom Standortstreit zur neuen Campus-Lösung

Die Technische Fakultät ("TechFak") der Friedrich-Alexander-Universität wächst und wächst. Der Platz ist knapp - doch die geplante Verlagerung einzelner Standorte von Erlangen nach Nürnberg gestaltete sich schwieriger als gedacht. Es gab Pläne, Begehrlichkeiten und Ängste - dann übernahm Ministerpräsident Horst Seehofer und präsentierte Anfang Mai in Nürnberg eine überraschende Lösung.


Um diesen Spitzenrang zu behaupten und exzellente Forscher in Erlangen zu halten oder hierher zu holen, sei eine "moderne und leistungsfähige Infrastruktur" unerlässlich. "Insofern ist die Genehmigung unserer Chemiebauten für uns ein Meilenstein", lobt Hornegger. Das Gebäude der Technischen Chemie wird unter anderem Teile der wichtigen Wasserstoffforschung beherbergen.

Der Freistaat will Lehrstühle schneller ausbauen und aufstocken als geplant. "Wenn wir die Aussagen von Ministerpräsident Markus Söder richtig verstehen, stehen alle Professuren aus der High-Tech Agenda, die erst in den Jahren 2022 oder 2023 zugewiesen werden sollten, bereits 2021 zur Verfügung", sagt Hornegger.

Entsprechend werde die FAU auch für diese 40 Professuren 2021 die Ausschreibungsverfahren eröffnen.

 "Nobelpreise kann man nicht planen"

Doch kommen dann auch wirklich die international angesehensten Wissenschaftler nach Bayern oder eben gar nach Erlangen? "Nobelpreise kann man nicht planen", antwortet Hornegger, "aber wer exzellente Rahmenbedingungen, wie sie beispielsweise die Max-Planck-Institute zur Verfügung haben, schafft, wird mit größerer Wahrscheinlichkeit außergewöhnliche Forschungsergebnisse generieren."

Bilderstrecke zum Thema

Eingeschrieben: Neun kuriose Fakten über die FAU Erlangen-Nürnberg

Die Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg ist eine der größten Universitäten Deutschlands, insbesondere Forschung und Wissenschaft stehen hier im Vordergrund. Doch was verbirgt sich hinter den Kulissen? Wir haben neun kuriose Fakten gesammelt und uns über die FAU schlau gemacht.


SHARON CHAFFIN

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Erlangen