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Erlangerin spielt die Hauptrolle in neuer Amazon-Prime-Serie

Die Besetzung ist hochkarätig - Auch mit Unterstützung aus Franken - 29.05.2020 17:09 Uhr

Die Stars der neuen Serie: Markus Stoll (Harry G), Lisa Bitter, Daniel Christensen, Helmfried von Lüttichau © API (c) Michael Tinnefeld, NN


Gedreht wurde die Serie in München, wo Lisa Bitter heute auch lebt. Die Liste der Filme, in denen die 36-Jährige gespielt hat, ist lang (u.a. "Dieses bescheuerte Herz", Charlotte Link-Verfilmung "Im Tal des Fuchses"). Auch Serienerfahrung hat die Fränkin: Seit 2014 spielt sie die LKA-Analystin im Ludwighafener "Tatort".

Außerdem war sie zehn Jahre lang Mitglied des Ensemble des Stuttgarter Staatstheaters. Sie wurde 1984 in Erlangen geboren und wuchs in Herzogenaurach auf. Für ihre Rolle als Richterin war sie im Dauerkontakt mit einem alten Schulfreund .

Im Interview spricht Lisa Bitter über ihre Rolle, das rollenden fränkische R und warum die Corona-Pause für sie gar nicht so ungewohnt war.Was hat Ihnen an der Rolle am meisten Spaß gemacht?

Lisa Bitter: Sie (Dr. Julia Kellermann, Anm. d. Red. ) ist ja so ne smarte und schlaue Person. Das in Verbindung mit komödiantischen Zügen der Serie fand ich eine attraktive Kombination.

Haben Sie sich speziell auf die Rolle der Richterin vorbereitet? Waren Sie bei Gerichtssitzungen dabei?

Das wäre ich gerne gewesen, aber dazu war die Zeit zu knapp. Ich habe aber einen alten Schulfreund aus Herzogenaurach, der hat Jura studiert. Und mit dem war ich quasi in Dauerkontakt. Ich habe ihn gefragt: Wie würde eine Richterin in dem Moment reagieren? Was würde sie sagen? Dieses Fachwissen habe ich aufgesaugt.

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Apropos Herzogenaurach: Wie oft sind Sie noch in der alten Heimat?

Lisa Bitter: Vor zwei Jahren bin ich von Berlin nach München gezogen. Ich bin hier total gut angekommen und fühle mich heimisch. Es ist mir auch vertrauter als Berlin. Und ich bin nicht mehr so weit weg von meiner alten Heimat. Ich bin nicht so oft in Franken, wie ich es mir wünsche, aber doch immer wieder.

Haben Sie einen Lieblingsort hier. Einen Ort, an den Sie auf alle Fälle gehen, wenn Sie hier sind?

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Lisa Bitter: Ich gehe immer in den Donwald, das ist mein Lieblingswald. Mit meiner Familie fahre ich auch gerne nach Castell, wenn ich da bin, und so Richtung fränkisches Weinland.Sie sprechen Hochdeutsch. Haben Sie eigentlich je Fränkisch gesprochen? Freilich hab ich Fränkisch g’sprochen! Des geht scho noch! Mit meinem Bruder mach ich mir da manchmal einen Spaß draus. Als Kinder haben wir, glaube ich, schon ziemlich Dialekt gesprochen. Aber im Gymnasium wurde es dann schon weniger. Als ich zur Schauspielschule gegangen bin, mit 21 Jahren, hatte ich mir das rollenden R schon abgewöhnt. Deshalb war‘s dann nicht mehr ganz so fies für mich.

Corona hat Ihren Projekten vermutlich auch einen Strich durch die Rechnung gemacht, oder?

Lisa Bitter: Ja, Mitte März wurde der Tatort-Dreh unterbrochen.

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Jetzt kam die freudige Nachricht, dass es Ende Juni wieder weiter geht, natürlich mit Sicherheitsbestimmungen. Für mich war es aber okay und nicht total ungewohnt, mal zuhause zu sein. Als Schauspieler hat man ja immer mal Zeiten, in denen man nicht arbeitet. Wir haben das Beste daraus gemacht: gut gegessen, viel gelesen, viele Filme geschaut. Meine Freunde nicht sehen zu können, nicht ins Theater oder ins Kino zu können, das hat mir aber schon gefehlt.

Sind Sie selbst ein Serien-Fan?

Lisa Bitter: Ich schaue sehr gerne Serien, fast mehr als Filme. Eine der besten Serien finde ich "Fargo". Das ist einfach super gemacht und rund. Und "The New Pope" habe ich jetzt entdeckt. Und dann natürlich "Der Beischläfer" (lacht). Den schaut Ihre Familie in Franken auch...Ja, natürlich!

Haben Sie Urlaubspläne?

Lisa Bitter: Wir wollten im April nach Südtirol, das ging dann natürlich nicht. Für dieses Jahr hatten wir noch nichts gebucht. Ich empfinde die Entschleunigung als ganz wohltuend.


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Und wir wohnen ja hier quasi im Urlaubsgebiet. Mein Fernweh hält sich gerade in Grenzen. Wenn, dann zieht es mich ins europäische Ausland, nicht weiter weg. Ich finde die Entwicklung ganz gut, dass man mal schaut, was eigentlich vor der eigenen Haustüre ist. Das ist ein Trend, der auch für das ökologische Gleichgewicht ein bisschen besser wäre.

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