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Erste Straßenmeisterschaft der Rennradler bei Erlangen

Herrmann Radteam aus Baiersdorf lockt 500 Rennradfahrer ins Umland - 27.10.2016 06:00 Uhr

Schlüsselstelle: der Anstieg bei Marloffstein. © Foto: privat


Die Marloffsteiner Anhöhe wird eine Schlüsselstelle der nächsten Bayerischen Straßenmeisterschaft sein. Denn dieses traditionelle Radrennen findet zum ersten Mal im Erlanger Umland statt.

Das Herrmann Radteam hat sich für die Veranstaltung beworben und den Zuschlag bekommen. „Es war schon länger geplant, ein Rennen auszurichten“, sagt der Vereinsvorsitzende Peter Renner. Doch eine Straßenmeisterschaft organisiert man nicht einfach so, viele Auflagen sind nötig. Der Wettkampf findet schließlich auf der Straße statt, auf der normalerweise Autos entlang heizen. „Wir müssen Straßen sperren, sonst wird es zu gefährlich.“

Wie bei der Tour de France

Ein passender Termin war schnell gefunden. „Die Bayerische Meisterschaft findet traditionell am ersten Mai-Wochenende statt“, sagt Renner. Das ist im Jahr 2017 der 7. Mai. An diesem Tag werden rund 500 Rennradler zu Gast sein, in der Elite-Klasse der Erwachsenen werden es etwa 150 Fahrer sein. Hinzu kommen alle Altersklassen bis zur U 11. „Es wird ein Führungsfahrzeug geben, eine Spitzengruppe, ein Tross, der hinterherfährt.“ Ein bisschen Tour-de-France-Gefühl im Frankenland also.

Da es ein Rennen dieser Art hier noch nicht gab, haben sich die „Herrmänner“ einen neuen Kurs überlegen müssen. „Dabei hatten wir gewisse Freiräume“, sagt der Vereinsvorsitzende. „Wir wollten aber eine anspruchsvolle Strecke, kurvenreich und nicht ganz flach.“ Für jeden Fahrer soll etwas dabei sein. Start und Ziel des Rundkurses ist in Igelsdorf, von dort geht es Richtung Langensendelbach und dann die Anhöhe nach Marloffstein hinauf. Eine Runde ist 10,9 Kilometer lang.

Doch ähnlich wie beim Challenge baut auch die Straßenmeisterschaft auf viele freiwillige Helfer aus dem Umfeld des Vereins, dazu kommen noch freiwillige Feuerwehren und Polizei, um die Strecken zu sperren. „Einen Namens-Sponsor suchen wir noch“, sagt der Vereinsvorsitzende. Aktuell soll die Meisterschaft „Großer Preis von Baiersdorf“ heißen.

Unabhängig vom Namen wollen die „Herrmänner“ bei ihrem Heim-Rennen das Treppchen angreifen und vielleicht erstmals diesen Wettbewerb gewinnen. Auch die Nachwuchs-Fahrer sind heiß, Familien und Freunde werden am Straßenrand anfeuern. „Schön wäre es schon, wenn am Ende ein blaues Trikot oben auf dem Podest stehen würde“, sagt Renner. Dafür quälen sich die Radler auch gern die Marloffsteiner Anhöhe hinauf. 

KATHARINA TONTSCH

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