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Europa-Abgeordnete aus Erlangen blickt in die Zukunft

Pierrette Herzberger-Fofana ist eine von 21 deutschen Grünen-Politikern - 31.05.2019 06:30 Uhr

Stadträtin Pierrette Herzberger-Fofana bat Oberbürgermeister Florian Janik während der Feier zu ihrem 70. Geburtstag auf ein Tänzchen. © Klaus-Dieter Schreiter


Dass dies wirklich passiert, kann sie selbst noch gar nicht so recht glauben. Denn sie stand auf Listenplatz 21. Ganz knapp hat die Grünen-Stadträtin aus Erlangen mit Wurzeln in Afrika also die Hürde geschafft — und damit den großen Sprung in die europäische Politik. "Gehofft habe ich insgeheim immer", sagt die 70-Jährige. Neben ihr wird aus Bayern noch eine zweite Frau die Grünen im Europaparlament vertreten: die Münchenerin Henrike Hahn. Sie stand als Spitzenkandidatin auf Listenplatz 13.

Die Freude darüber, dass die Europawahl ein Erfolg auf ganzer Linie für ihre Partei war, ist Pierrette Herzberger-Fofana deutlich anzumerken. "Wir haben die Themen behandelt, die di e Menschen bewegen", sagt sie. "Die Leute wussten, worauf sie sich einlassen."

Alles rund um Europa und die EU

Auch wenn Umweltthemen im Vordergrund standen, tritt sie doch der Auffassung entgegen, dass es eine reine Klimawahl war. "Wir sind nicht nur für Umweltthemen eingetreten. Wir wollen die Menschenrechte und die Werte, die Europa ausmachen, gegen die Rechtspopulisten verteidigen."

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Sie selbst will eine partnerschaftliche Entwicklungspolitik voranbringen, sich gegen Rassismus, für Frauen, Senioren und Migranten einsetzen, und auch das Thema Bildungsgleichheit liegt der ehemaligen Gymnasiallehrerin sehr am Herzen.

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Im Erlanger Stadtrat hatte sie sich seit 2005 ebenfalls in diesen Bereichen engagiert. Ihr Mandat legt sie zum 1. Juli nieder, Nachrücker auf der Grünen Liste wäre Kreisvorstand Marcus Bazant. Sein Interesse sich einzubringen, sagt er, sei groß.

  

EVA KETTLER

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