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FAU: Unibund trotz 1,5-Milliarden-Investition in Sorge

Bindender Hinweis auf den Zeitraum der Mittelbereitstellung fehlt - 13.04.2019 06:00 Uhr

Der Universitätsbund unterstützte das Römerboot. © Harald Sippel


Die Freude im Juli 2018 war groß: 1,5 Milliarden Euro wurden der Friedrich-Alexander-Universität von der Staatsregierung als Investitionszuschüsse zugesagt, um notwendige Investitionen wie auf dem Gelände des Siemens-Campus für die Technische Fakultät, die Geisteswissenschaften im Himbeerpalast, Neubauten für die Erziehungswissenschaften in Nürnberg sowie den Sanierungsstau abbauen zu können.

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Was damals fehlte, war ein bindender Hinweis auf den Zeitraum der Mittelbereitstellung. Uni-Präsident Prof. Joachim Hornegger wies jedenfalls bei der Mitgliederversammlung des Universitätsbundes darauf hin, dass – wenn man die Zuschusshöhe im derzeitigen Doppelhaushalt als Berechnungsgrundlage für die Zukunft nehme – erst innerhalb von 60 Jahren die Mittel ausgeschöpft werden könnten.

Hornegger: "Da muss wesentlich mehr kommen!" Der FAU-Spitzenrepräsentant mahnte auch deshalb ein wesentlich höheres Tempo bei der Vergabe an, weil die FAU in den Rankings beste Plätze belegt: Platz 1 in Deutschland, Platz 5 in Europa und Platz 31 weltweit unter den innovativsten Universitäten, Platz 2 im DFG-Förderatlas in den Ingenieurwissenschaften sowie im Shanghai-Ranking in sechs Fächern unter den "Top 100" weltweit bei mehr als 1600 untersuchten Universitäten aus 83 Ländern, dazu eine extrem starke Drittmittelbilanz von 200 Millionen.

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Aktuell 2165 Mitglieder zählt der Universitätsbund – mit dem VDI-Präsidenten Volker Kefer, einst stellvertretender Vorstandschef der Deutschen Bahn, als prominentes Neumitglied. Die vor allem durch Beiträge und Spenden getragenen Nettoeinnahmen von 317 000 Euro stehen für künftige Fördermaßnahmen zur Verfügung. 2018 wurden 257 000 Euro vergeben, so für die Expedition des Oberstimmer Römerbootes, die Universitätsbibliothek, das Projekt "PalaDin" der Linguistik und Palliativmedizin, zum Erwerb eines Mikrotoms und für die Ferienakademie im Sarntal. 

Udo B. Greiner

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