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Feierte Halterin auf Bergkirchweih? Hund bei 30 Grad aus Auto befreit

Am zehnten Tag fiel ein 22-Jähriger von einer Betonmauer - Zoff in Linienbus - 16.06.2019 16:47 Uhr

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Sonnig war es auf der Bergkirchweih am Samstag. Mit bis zu 30 Grad strahlte die Sonne zum Großteil des Tages über das Erlanger Kultfest. Doch so blendend die Wetterbedingungen auch waren, schien die Hitze und wohl auch das ein oder andere alkoholische Getränk zu viel so manchen Besuchern aufs Gemüt zu schlagen. Bereits gegen 16.45 Uhr gerieten mehrere Personen am Entlaskeller in einen Disput. Eine Einigung, wer denn nun einen der letzten freien Tische bekommen sollte, schien sich nicht zu finden. Deshalb ließ ein 21-Jähriger aus Unterfranken die Fäuste sprechen und verletzte einen Erlanger, 45 Jahre, mit einem Schlag ins Gesicht. Der Mann zog sich eine Platzwunde an der Oberlippe zu und brach sich die Nase. Der Verletzte nahm jedoch Revanche und schlug seinem Kontrahenten daraufhin einen Maßkrug auf den Kopf. Der junge Mann verletzte sich dadurch leicht und musste in die Notaufnahme des Uniklinikums, das er jedoch wieder verlassen konnte. Beide waren mit etwa 1,1 Promille alkoholisiert.

Ebenfalls mit einem Maßkrug wurde eine 27-Jährige aus Nürnberg nur kurz darauf aggressiv. Gegen 18.15 Uhr geriet die Frau zuerst verbal mit einer Person aneinander. Zeugen berichten, dass die Frau in einem Rundumschlag letztlich drei Bergkirchweih-Besucher verletzte, indem sie mit dem Maßkrug um sich schlug. Vor Ort erklärte jedoch nur ein 22-Jähriger aus Unterfranken, dass er Opfer der Gewalttat war. Auch hier spielte Alkohol eine tragende Rolle: Die Beteiligten hatten zwischen 1,2 und zwei Promille im Blut. Festgenommen wurde allerdings niemand.

Fotos von Prügeltätern gemacht

Während des Abstroms am sogenannten "T" schlugen drei Unbekannte auf einen 22-Jährigen ein. Bei der Tat um 23.10 Uhr flüchtete das Trio zwar, allerdings konnte der Geschädigte Bilder von den Tatverdächtigen machen. Zwei von ihnen konnten noch vor Verlassen des Berges festgenommen werden. Die dritte Person wurde von der Polizei in der Nähe des Nürnberger Bahnhofs kurz nach Mitternacht festgenommen. Die Männer wurden nach Feststellung der Personalien jedoch wieder entlassen. Auch hier waren alle alkoholisiert (0,8 bis 1,6 Promille).

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Auch Taschendiebe trieben am Samstag ihr Unwesen. Zeugen teilten der Polizei gegen 23 Uhr mit, diese gesehen zu haben. Die Fahndung führte zu zwei Männern am Enkesteig. Das Duo, 40 und 45 Jahre alt, wurde dabei aufgegriffen, wie sie eine kurz zuvor entwendete Brieftasche mit mehreren hundert Euro Bargeld durchsuchten. Bei ihnen wurden auch gestohlene Ausweise sowie Handys aufgefunden, die bereits am Freitag als gestohlen gemeldet worden sind. Die Tatverdächtigen gaben letztlich vier Taschendiebstähle am Festgelände zu und wurden nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft aus dem Polizeigewahrsam entlassen.

22-Jähriger stürzt in die Tiefe

Ein 22-Jähriger aus Heidelberg setzte sich im östlichen Bereich des Festgeländes auf ein kniehohes Metallgeländer (Rathsberger Straße). Der junge Mann stürzte dabei nach hinten die etwa fünf Meter hohe Betonmauer hinunter. Er verletzte sich dabei leicht am linken Fuß und zog sich Schürfwunden zu. Die Ursache ist noch unklar, ebenso, ob der 22-Jährige gegen 20 Uhr alkoholisiert gewesen ist.

In der Innenstadt gab es bei den After-Berg-Feiern mehrere Auseinandersetzungen. Sechs Körperverletzungen mit leicht Verletzten waren es laut Polizei. Die Beteiligten hatten teils reichlich Alkohol intus.

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Ein Jugendlicher aus Bubenreuth hielt sich gegen 19.30 Uhr im Bereich des Burgberges auf und warf eine leere Glasflasche auf die Terrasse eines Grundstückes. Dabei verfehlte er eine Familie, die dort zu Abend gegessen hatte, nur knapp. Der Hausbesitzer rief daraufhin die Polizei und verfolgte die Gruppe bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte. Die 15 bis 17-Jährigen waren mit bis zu 1,6 Promille teils stark alkoholisiert, ein 17-Jähriger gestand die Tat letztlich. Der Jugendliche muss sich nun wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung verantworten und wurde nach dem Aufenthalt bei der Polizei seiner Mutter übergeben.

Hund leidet in Auto

Gegen 22 Uhr beobachteten Anwohner in der Spardorfer Straße, dass eine Gruppe Jugendlicher mehrere Autos beschädigt hatte. Die Polizei nahm daraufhin Heranwachsende im Alter von 17 bis 20 Jahren im Bereich der Spardorfer Straße / Ebradstraße fest. Die Jugendlichen kommen möglicherweise als Täter in Frage, die Ermittlungen laufen allerdings noch. Insgesamt wurden acht Fahrzeuge beschädigt, an denen Außenspiegel abgetreten und Kennzeichen heruntergerissen worden sind.

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Gegen 18.10 Uhr teilten Passanten der Wache mit, dass am Parkplatz Fuchswiese ein Hund in einem Fahrzeug eingesperrt war. Lediglich ein kleiner Spalt der Fensterscheibe war geöffnet. Der Hund hatte bei knapp 30 Grad kein Wasser im Fahrzeug und auch die Sonne heizte das Auto auf. Nachdem die Polizisten vergeblich versuchten, die Halterin des Fahrzeugs zu erreichen, schlugen die Beamten die hintere Seitenscheibe ein und befreiten den Vierbeiner, der bereits stark hechelte. Der Hund wurde an einen Mitarbeiter des Erlanger Tierheims übergeben. Das Fahrzeug wurde sichergestellt und abgeschleppt. Gegen die Hundehalterin wurde ein Verfahren wegen des Verstoßes nach dem Tierschutzgesetz eingeleitet. Auch die Einsatzkosten werden der Frau in Rechnung gestellt. Ob die Halterin währenddessen die Bergkirchweih besuchte, ist noch unklar und Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

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Trotz Verbot: 22-Jähriger auf Bergkirchweih

Schon am Freitag sorgte ein 22-Jähriger aus Erlangen für Unruhe. In einem Liniebus der Stadtwerke spielte der junge Mann mit seiner Partnerin lautstarke Musik über eine Box ab. Mehrere Fahrgäste beschwerten sich darüber, stießen bei dem Pärchen allerdings auf taube Ohren. Der Busfahrer verständigte letztlich die Polizei, welche feststellte, dass gegen den 22-Jährigen ein Betretungsverbot für die diesjährige Erlanger Bergkirchweih sowie für das anschließende Nachfeiern in der Innenstadt vorlag. Grund dafür waren Widerstands- und Körperverletzungsdelikte während der Festlichkeit im Vorjahr. "Nach einem erneuten Platzverweis wird nun die Stadt Erlangen über diesen Verstoß in Kenntnis gesetzt. In dem vor Beginn der diesjährigen Bergkirchweih erlassenen Bescheid der Ordnungsbehörde wurde dem 22-Jährigen ein Zwangsgeld von mehreren hundert Euro angedroht, falls er das Festgelände betreten bzw. während der Nachfeiern angetroffen werden sollte", schreibt die Polizei.

Der Berg-Samstag in Zahlen

Das Bayerische Rote Kreuz versorgte am Samstag beinahe 100 Patienten, darunter drei Schwerstverletzte. 30 Menschen mussten am Samstag in die Erlanger Kliniken transportiert werden - so viele, wie noch nie an der Bergkirchweih 2019. 33 Verletzte oder Erkrankte mussten von den Rettungstrupps aus dem Gelände geholte werden.


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mw

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