Donnerstag, 21.11.2019

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Fiddler's Green aus Erlangen tourt durch Japan

Die Musiker der Erlanger Band schwärmen von ihrer Konzert-Reise - 18.10.2019 06:00 Uhr

Seit fast 30 Jahren mit Indie-Speedfolk erfolgreich unterwegs - auch in Japan: Der Erlanger Stefan Klug (rechts) mit der Band „Fiddler’s Green“ vorm Eingangstor zum „Hōzenji Temple“ in Osaka. © Jarek Zyla


Geschenke, Geschenke, Geschenke. Am Ende wussten die Musiker der Erlanger Band Fiddler’s Green schon gar nicht mehr, wie sie all die Aufmerksamkeiten ihrer japanischen Fans in den Koffern verstauen sollten. "Vor unseren Konzerten fand immer zwischen Soundcheck und Show ein sogenanntes Meet and Greet statt. Die Menschen, die sich da mit uns hinter der Bühne treffen konnten, hatten wirklich fast alle etwas für uns dabei. Briefe, selbst gemalte Bilder. Höhepunkt war ein Handtuch, das im Manga-Stil gestaltet war", berichtet Akkordeon-Spieler Stefan Klug.

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Zum zweiten Mal war "Fiddler’s Green" auf Konzertreise durch das Land der aufgehenden Sonne. "Wir haben dort eine Plattenfirma und eine Agentur, die sich auf Tourneen von Künstlern aus Europa spezialisiert hat", erzählt Klug. Zuverlässige Partner, bei denen alles von A bis Z perfekt organisiert ist. "Schon Wochen vor unserem Aufenthalt gab es da eine Liste, wo alle Termine minutiös vermerkt waren."

Konzerte in Tokio, Nagoya und Osaka

Mit dabei waren die Kollegen von der Band "In Extremo". Mittelalter-Rock und den Indie-Speedfolk aus Erlangen gab es dann bei Konzerten in Tokio, Nagoya und Osaka im Doppelpack (ergänzt durch eine lokale Band) zu hören. "Fiddler’s Green" war bei der einwöchigen Tournee der Hauptakt. Schließlich haben sich die sechs Musiker mit ihrer stets tanzbaren Mischung aus Rock, Ska und irischen Klängen dort längst eine größere Fangemeinde erspielt. Immerhin auf über 15 000 verkaufte CDs kann die Band blicken – obwohl auch in Japan die Verkaufszahlen durch das Streamen radikal zurückgegangen sind.

Band Fiddler´s Green auf dem Folkfestival Shamrock Castle auf der Jägersburg bei Bammersdorf © Fiddler´s Green/PR


Die Auftritte fanden in mittelgroßen Sälen mit um die 400 Zuschauer statt. Für Japan durchaus gute Zahlen. Denn dort herrscht eine andere Konzert-Kultur mit sehr hohen Preisen. Umgerechnet rund 70 Euro kostete ein Ticket für Fiddler’s Green. Klug: "Da kommen dann eben die Fans und wenig Laufkundschaft." Besonders angetan waren Klug und die anderen Bandmitglieder von ihren Streifzügen durch die beiden Metropolen Tokio und Osaka an zwei freien Tagen. "Oft genügt es, die Hauptstraßen mit ihren Hochhäusern und glänzenden Fassaden zu verlassen, um eine Straßenecke weiter eine ganz andere Welt mit kleinen Häusern, Geschäften und Restaurants zu betreten. Da fühlt man sich fast wie in einem Dorf", erinnert sich Klug.

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Noch etwas sorgte für Begeisterung: das hervorragende Essen. "Überall gibt es kleine Restaurants und Imbiss-Stände. Das Angebot ist unglaublich vielfältig. Bei manchen Gerichten weiß ich aber immer noch nicht, was ich eigentlich gegessen habe. Aber alles war extrem gut", sagt Klug. Auswählen fällt nicht schwer. Denn fast alle Lokale präsentieren ihr Angebot mit nachgemachten Gerichten aus Plastik oder Wachs.

Nach dem Japan-Abenteuer bleibt für Klug und Fiddler’s Green erst einmal keine Zeit zum Durchschnaufen. Es folgen noch 18 Konzerte bis zur nächsten Pause. Dann stehen die Produktion eines neuen Albums und die Vorbereitungen zum von der Band organisierten Shamrock-Castle-Festival am 10 und 11. Juli auf Schloss Jägersburg in Bammersdorf bei Forchheim an. Und außerdem wird 2020 das 30-jährige Bestehen der Band gefeiert – wie genau, das überlegen sich die Musiker in ihrer kurzen Tournee-Pause zum Jahresstart.

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