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Freitag, 03.07.2020

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Föckersperger-Riese aus Münchaurach gräbt SüdLink

Der für die Hochspannungsleitung entwickelte größte Kabelpflug der Welt ist startklar. - 25.06.2020 16:01 Uhr

Sein Aussehen macht es deutlich: Der MFP 3 ist ein Spinnenpflug. Der Mann beim Montieren zeigt die Größe der Maschine.


Dies sagt lächelnd Frank Föckersperger, Geschäftsführer der Familienfirma, die sich seit Gründung 1965 einen weltweiten Ruf für ihre Kabelpflüge erworben hat. Der MFP 3 ist trotz seiner erlauchten Ahnenreihe noch etwas besonderes: Mit seiner Hilfe soll ein großer Teil der "SüdLink"-Hochspannungsleitung elegant, schnell und relativ günstig in die bundesrepublikanische Erde gegraben werden. Die Leitung soll bekanntlich Windstrom aus Norddeutschland zu den Verbrauchern im Süden transportieren und ist Teil des Netzentwicklungsplans der Bundesrepublik

Die Spezialfirma Föckersperger ist mit TenneT, dem Betreiberunternehmen der Stromleitung, schon länger im Gespräch. Im vergangenen Jahr wurde es ernst, die Münchauracher machten sich an die Entwicklung eines Geräts auf der Basis ihres Spinnenpflug-Systems, mit dem das Kabelrohr in einen Graben gelegt werden kann, den die gleiche Maschine in den Boden pflügt und auch wieder zuschüttet.

Seit dieser Woche ist die Weiterentwicklung am Start, und für die Praxistests hat Föckersperger eigens drei Äcker wenige Meter vom Firmensitz entfernt angepachtet. Der neue Pflug, sagt Frank Föckersperger, ist besser steuerbar, kann leichte Kurven in der Trasse besser nehmen und auch auf geneigtem Gelände arbeiten. Zudem braucht es keinen Hydraulik-Kran mehr, um das Fahrgestell mit den gigantischen Grabwerkzeugen zu bestücken. Die Fahr-Einheit fährt über die Werkzeuge, die dann eingeklinkt werden.

Fünf Patente hat Föckersperger allein für den MFP 3 angemeldet. In der kommenden Woche bekommen die Auftraggeber von TenneT ihn in Münchaurach vorgeführt. Dann geht es noch im Juli zum Einsatz nach Niedersachsen.

RAINER GROH

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