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Franke in Kamerun inhaftiert: Ehefrau befürchtet "Todesurteil"

Prozess gegen Erlanger Ingenieur Wilfried Siewe am 19. September - 11.09.2019 18:20 Uhr

Demo für Wilfried Siewe auf dem Rathausplatz. Seine Ehefrau war auch dabei..Foto: Klaus-Dieter Schreiter © Klaus-Dieter Schreiter


Die Behörden werfen dem 41-Jährigen vor, "eine Gefahr für den Staat" zu sein und führen dazu angeblich "verdächtige" Literatur und Fotos auf dem Handy an, die bei dem gebürtigen Kameruner mit deutschem Pass im Februar entdeckt worden seien. Seither sitzt Siewe in dem afrikanischen Staat in Haft. Wegen der angeblichen Beteiligung an einer Gefängnisrevolte wurde er bereits zu drei Jahren Haft verurteilt.

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Zu Unrecht in Haft: Demo für Wilfried Siewe in Erlangen

Für Wilfried Siewe hat am Freitag in Erlangen eine Demo stattgefunden. Der Ingenieur soll in Kamerun für drei Jahre in Haft, zu Unrecht, sagen die Teilnehmer der Kundgebung. Die überwiegend in der EU lebende Kameruner reisten fast aus dem gesamten Bundesgebiet und etlichen europäischen Ländern an.


Wenn der Erlanger im Hauptprozess verurteilt wird, kommt das laut Layoko Siewe einem "Todesurteil" gleich. "Ich habe große Angst, dass er nie mehr zurückkommt", sagte sie.

Politik, Auswärtiges Amt und Deutsche Botschaft setzen sich neben anderen für Siewes Freilassung ein. Am Samstag, 14. September, findet in Frankfurt (Main) eine Solidaritätskundgebung für ihn statt. Beginn ist um 14 Uhr am Goetheplatz (Hauptwache). 

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