Frauenaurach: Ortsbeirat verärgert über städtische Pläne

12.4.2021, 15:30 Uhr
Die im UVPA vorgelegten Pläne hätten mit dem ursprünglichen SPD-Antrag nichts mehr zu tun, kritisiert Florian Schieder.

Die im UVPA vorgelegten Pläne hätten mit dem ursprünglichen SPD-Antrag nichts mehr zu tun, kritisiert Florian Schieder. © Klaus-Dieter Schreiter

Man hoffte, dass die Situation durch den Bau der "Erlanger Höfe" entlang der Erlanger Straße etwas entschärft werden kann. Doch was aus einem entsprechenden SPD-Stadtratsantrag von 2019 geworden ist, ist dem Ortsbeirat ziemlich sauer aufgestoßen.

"Völlig überraschend", so der Ortsbeiratsvorsitzende Florian Schieder, sei im Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschuss (UVPA) der Stadt ein Plan für eine Querungshilfe in der Brückenstraße vorgestellt worden.

Dieser Plan habe mit dem Antrag der SPD-Fraktion, den CSU-Mann Schieder als "grundsätzlich gut" bezeichnete, kaum noch etwas zu tun. "Da ist etwas gewaltig schief gelaufen".

Darum ist eine Beschlussfassung im UVPA über die vorgelegte Planung auf Vorschlag des Ortsbeirats ausgesetzt worden. Der SPD-Antrag sah vor, den Fuß- und Radweg entlang der im Bau befindlichen sogenannten "Frauenauracher Höfe" neu zu bauen, wenn die Bautätigkeit abgeschlossen ist.

Dabei biete sich die Chance, eine Neuordnung des Fuß-und Radverkehrs vorzunehmen und die Situation insgesamt zu verbessern, heißt es in dem Antrag. Es sollte auch geprüft werden, wie ein sicherer Übergang für Fußgänger und insbesondere für die Schüler im Bereich der Bushaltestelle geschaffen werden kann.

Ortsbegehung bereits 2019 vorgeschlagen

Die Planung, die nun auf den Tisch gelegt wurde, habe mit diesem Antrag wenig zu tun, stellte der Ortsbeiratsvorsitzende fest. Denn die sieht nur eine Querungshilfe auf der Linksabbiegerspur in der Brückenstraße nahe der Einmündung in die Erlanger Straße vor.

Dann aber wäre nur noch eine gemeinsame Spur für Rechts- und Linksabbieger vorhanden, was nach Meinung des Ortsbeirates zu Rückstaus führen wird. "Wir produzieren hier mit der vorgestellten Planung ein Nadelöhr", wurde im Ortsbeirat festgestellt.

Die Querungshilfe könne bestenfalls Teil eines Gesamtkonzeptes für diese etwas diffizile Stelle im Straßennetz sein, zumal der Radweg von Norden kommend derzeit in Frauenaurach einfach aufhöre. Da der Ortsbeirat bereits 2019 eine Ortsbegehung vorgeschlagen hatte, um die Verkehrssituation zu begutachten und die laut Schieder aber nicht stattgefunden hat, ist man etwas frustriert. "Hätte die Ortsbegehung stattgefunden, wären wir nun schon einen Schritt weiter", stellte Schieder fest.

Einstimmig beschloss der Ortsbeirat darum, einen neuen Ortstermin mit der Verwaltung zu vereinbaren, um mögliche Lösungen für ein Gesamtkonzept zu erarbeiten, bevor das Thema wieder im UVPA behandelt wird. Nur ein Gesamtkonzept könne auch den Fahrrad- und Fußgängerverkehr dort sicher machen, war die einhellige Meinung.

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