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Fridays for Future: FAU Erlangen Nürnberg ist dabei

"Forscher müssen sich einbringen": Prof. Bärbel Kopp unterstützt Scientists for Future - 07.05.2019 07:59 Uhr

In den vergangenen Wochen gingen auch in Erlangen, wie unser Bild zeigt, immer wieder junge Menschen für mehr Klimaschutz auf die Straße.


Der Fridays for Future (FFF)-Bewegung schließen sich immer mehr Wissenschaftler als Scientists for Future an. In Erlangen hat die Gruppe bereits mehrere Mitglieder, darunter sind auch Beschäftigte der Friedrich-Alexander-Universität (FAU), wie die für den Bereich Bildung zuständige FAU-Vizepräsidentin Prof. Bärbel Kopp vom Institut für Grundschulforschung. Die EN sprachen mit ihr über das Engagement von Jung und Alt.

Seit 1. April 2018 ist die Inhaberin des Lehrstuhls für Grundschulpä-dagogik und -didaktik, Prof. Bärbel Kopp, Vizepräsidentin der Friedrich-Alexander-Universität (FAU).


Frau Prof. Kopp, wie wichtig ist es in Zeiten von Klimawandel-Leugnern und militanten Impfgegnern, dass sich Wissenschaftler in Debatten öffentlich einbringen?

Das ist natürlich sehr wichtig, weil man bei aller Wissenschaftskritik ja davon ausgehen muss, dass man Aussagen evidenzbasiert trifft, also auf der Grundlage von Erkenntnissen und nicht auf der Grundlage von reinen Vermutungen und Glaubenssätzen. Da haben Wissenschaftlicher einfach etwas zu sagen und wenn sie sich nicht wirklich sicher sind, werden sie das auch immer einräumen.

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Fridays For Future: 500 Schüler ziehen fürs Klima durch Erlangen

Am Freitag nach Unterrichtsschluss haben in Erlangen rund 500 Schüler und Schülerinnen ihr Wochenende mit einer Demo für eine umweltfreundlichere Klimapolitik eingelautet. Mit kreativen Transparenten und Schilder zogen sie durch die Stadt und schlossen sich so den Fridays-For-Future-Protesten an, die weltweit stattfinden.


Haben ältere Wissenschaftler den Anstoß der jüngeren Generation gebraucht, um sich laut zu Wort zu melden?

Nein, ich glaube, dass Wissenschaftler sich immer mit ihren Sachen zu Wort gemeldet und auf den entsprechenden Fachtagungen ihre Erkenntnisse publiziert haben. Aber dass es jetzt diese Bewegung Scientists for Future gibt, das ist mit Sicherheit durchaus auch mit angestoßen durch die Initiative der jungen Leute.

Wie wollen Sie an der Friedrich-Alexander-Universität die FFF-Bewegung weiterhin unterstützen?

Das werden wir mal sehen, ich finde es sehr schön, dass die Studierenden jetzt den Ball aufgenommen haben und sich an der Bewegung beteiligen. Wir werden jetzt im Dialog bleiben und sehen, was sich daraus entwickelt.

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Fridays For Future in Erlangen: Plakate und Statements für mehr Klimaschutz

800 Kinder und Jugendliche haben in Erlangen wieder gegen den Klimawandel demonstriert. Auch die Bewegung "Parents For Future", also die Eltern, waren dabei. Nach einer Kundgebung am Schlossplatz gingen die Teilnehmer in einem langen Zug mit vielen Transparenten durch die Hauptstraße zum Rathausplatz.


Ist es eine Hoffnung, dass sich die Jungen, die jetzt für mehr Klimaschutz auf die Straße gehen, auch später engagieren?

Das ist meine prinzipielle Hoffnung generell, wenn ich über Bildung nachdenke, insbesondere auch über Bildung von Studierenden, die nicht nur da sind, um Qualifikationen zu erwerben, sondern die ja sehr wohl auch in all ihren Studiengängen, egal wo, lernen müssen und lernen werden, dass sie Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen.

Weitere Informationen dazu gibt es online. Die nächste Erlanger FFF-Demo findet am Freitag, 24. Mai, ab 14 Uhr auf dem Altstädter Kirchenplatz statt. Nach der Kundgebung gibt es eine Mahnwache. Für Freitag, den 10. Mai, ist in Nürnberg eine gemeinsame Demonstration der Aktivisten aus Nürnberg, Fürth, Erlangen und Lauf geplant.

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