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Dienstag, 23.07.2019

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Früheres Sägewerk in Heroldsberg wird zum Bauhof

Planungsbüro stellte im Gemeinderat den Vorentwurf zum Neubau vor - 21.06.2019 18:00 Uhr

Der Heroldsberger Bauhof wird an der Ecke Kalchreuther Weg und Schleifweg seine neue Bleibe finden. © Tilman Ochner


Nachdem im Januar des vergangenen Jahres beschlossen worden war, die Feuerwehr am bisherigen Standort an der Holzschuherstraße zu belassen und den Bauhof von dort an den Kalchreuther Weg auszusiedeln, wurden dazu nun die ersten Planungen durchgeführt. War für den neuen Gemeindebauhof bisher ein Grundstück an der rechten Straßenseite Richtung Kalchreuth zwischen Friedhof und Wäldchen vorgesehen, ist nun gegenüber das Eckgrundstück an Kalchreuther Weg und Schleifweg die Wahl. Bis heute befindet sich dort das ehemalige Sägewerk Adelmann, das allerdings demnächst abgerissen wird und dann Platz machen soll für ein großzügiges Bauhof-Gebäude in T-Form.

Bei der Vorstellung der Vorentwurfsplanung im Gemeinderat durch das beauftragte Architekturbüro betonte der Planer, die dort vorhandenen Flächen zu optimieren und mit Wagenhalle, Werkstätten, Verwaltung, Sanitär- und Sozialbereich einen ansprechenden Bau mit guten Arbeitsbedingungen fürs Personal sowie eine umwelt- und besucherfreundliche Einrichtung zu konzipieren. Insgesamt vier offene Höfe gruppieren sich um das geplante Gebäude, wobei eine Fläche für versenkte Container zur Anlieferung von Grüngut geplant ist.

Dieser Vorentwurf entstand in enger Absprache mit dem Heroldsberger Bauhof und nach Info-Besuchen bei ähnlichen Einrichtungen in anderen Kommunen. Eine erste vorsichtige Kostenschätzung durch das Planungsbüro spricht von knapp vier Millionen Euro Gesamtkosten, wobei für den Abriss etwa 500 000 Euro und für die reinen Neubaukosten rund zwei Millionen Euro angesetzt wurden. Der Architekt meinte in der Gemeinderatssitzung dazu: "Dieser wird kein ‚Schicki-Micki‘-Bauhof trotz der ansprechenden Gestaltung, sondern ein Zweckbau für die nächsten Jahrzehnte mit einer ‚Low-Budget‘- Ausstattung."

Während sich im Gemeindeparlament in der anschließenden Diskussion Vertreter der CSU (Eberhard Brunel-Geuder und Jan König) positiv zum Konzept aussprachen und vor allem die vorherige Absprache mit dem Bauhof-Team lobend betonten, zeigten die anderen Wortmeldungen, dass der anstehende Bürgermeisterwahlkampf offensichtlich eröffnet wurde. So monierten Hubert Selzle (SPD) und Udo Stammberger (FW) die verfrühten Fakten, ohne zuvor im Gemeinderat ausführlich über das "Was und Wie" beraten zu haben. Friedrich Daut (FW) meinte sogar: "Ich bin etwas geschockt über die Kosten und darüber, dass jetzt das gesamte von der Gemeinde angekaufte Gelände für den neuen Bauhof verplant wurde und nicht wie vorgesehen für Bauhof und Gewerbe."

So stand bei der Diskussion die Frage an, was wohl besser sei, zuerst im Rat die Ideen und Wünsche zu sammeln und dann dem Planer weiterzugeben oder gleich durch den Architekten ein Konzept in Absprache mit der Verwaltung erstellen zu lassen. Jürgen Konietzka (CSU) schlug vor, das weitere Vorgehen nochmals in den Fraktionen vorzuberaten, was allgemein befürwortet wurde. 

Tilmann Ochner

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