Freitag, 28.02.2020

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Gesamtkonzept für den Verkehr in Bubenreuth

Das Planungsbüro stellte dem Gemeinderat jetzt ein Bündel von Maßnahmen vor - 30.01.2020 20:00 Uhr

Im Rahmen der Verkehrsuntersuchung wird auch vorgeschlagen, die Posteläcker über einen Kreisverkehr an dieser Stelle an die Birkenallee anzubinden. © Klaus-Dieter Schreiter


Bereits seit 2016 wird in Bubenreuth im Rahmen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungsprozesses (ISEK) eine Verkehrsuntersuchung durchgeführt. Zunächst wurden im Rahmen einer Voruntersuchung die Auswirkungen auf den Verkehr durch das neue Wohngebiet Posteläcker betrachtet, nun sind die Ergebnisse in ein Konzept für den Gesamtort eingeflossen. Das ist dem Gemeinderat von einem Planungsbüro vorgestellt worden.


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Bubenreuth ist eingezwängt zwischen dem Regnitztal und dem Meilwald an den Hängen des Höhenzuges des Rathsbergs und erstreckt sich über eine Länge von rund drei Kilometern. Alter Ort und Geigenbauersiedlung sind durch die sogenannten Posteläcker voneinander getrennt. Die aber sollen bebaut werden.

Es wird dort mit 1700 neuen Einwohnern gerechnet. Dadurch werden Altort und Geigenbauersiedlung zusammenwachsen. Weil das neue Wohngebiet erheblichen Einfluss auf die Verkehrsströme durch den Ort haben wird, hat sich ein Planungsbüro Gedanken über die zukünftige Verkehrsführung im Ort gemacht. Dafür wurden zwischen Oktober 2017 und April 2019 Verkehrszählungen durchgeführt.

Als Ergebnis der Untersuchungen wird vom Gutachter vorgeschlagen, das Neubaugebiet Posteläcker im Süden über einen Kreisel an die Birkenallee und im Norden an die Frankenstraße anzuschließen. Um Durchgangsverkehr durch dieses Neubaugebiet zu verhindern, wird die südliche Frankenstraße mit einer verkehrsberuhigten Zone unterbrochen.

Der durch die Posteläcker generierte zusätzliche Verkehr von voraussichtlich 3700 Fahrten kann nach Meinung der Gutachter mit dem erarbeiteten Gesamtverkehrskonzept auf den bestehenden Straßen abgewickelt werden. Jedoch würde die Kreuzung Neue Straße/ Scherleshofer Straße/ Hans-Paulus-Straße an ihre Kapazitätsgrenze stoßen. Dort ist ohnehin ein Kreisverkehr geplant.

Erhebliche Änderungen sind notwendig

Ansonsten werden sich die Bubenreuther bei der Umsetzung des Verkehrskonzepts mit erheblichen Änderungen anfreunden müssen. Beispielsweise wird empfohlen, die Birkenallee zwischen Hauptstraße und Bubenruthiastraße als Einbahnstraße in südliche Richtung auszuweisen. Wenn das realisiert würde, dann sollte, so der Gutachter, auch der Straßenzug Hans-Paulus-Straße/ Binsenstraße in entgegengesetzter Richtung zur Einbahnstraße werden. Ergänzend wird vorgeschlagen, den Knotenpunkt Binsenstraße/ Birkenallee zu einem Kreisverkehr umzubauen.

Der hohe Anteil des Durchgangsverkehrs im Norden im Verlauf von Hauptstraße und Neue Straße – dort wurden bis zu 8500 Autos in 24 Stunden gezählt – könnte durch Infrastrukturmaßnahmen reduziert werden. Eine Maßnahme wäre die Umgestaltung zwischen den Hausnummern 1 bis 7. Dadurch würde gleichzeitig die Aufenthaltsqualität und die Verkehrssicherheit für Fußgänger erhöht. Durch den Abriss des leerstehenden Anwesens Hauptstraße 4 könnten die Kurve entschärft und die Geh- und Radwege verbreitert werden. Auch die Einfahrt in die Birkenallee wäre dann übersichtlicher.

Dringender Verbesserungsbedarf für den Radverkehr

Für den Radverkehr besteht nach Meinung des Gutachters ein dringender Verbesserungsbedarf. So wird eine durchgängige Nord-Süd-Verbindung entlang der Bahntrasse vorgeschlagen.

Dazu wären allerdings Rodungen und eventuell sogar der Abriss eines Gebäudes an der Joseph-Otto-Kolb-Straße notwendig. Die Posteläcker würden von dieser Route auch profitieren. Es wird auch vorgeschlagen, bei einer Einbahnstraßenregelung das Befahren in Gegenrichtung mit dem Fahrrad zuzulassen.

Die Bushaltestellen in Bubenreuth sind nach Meinung des Gutachters auch fußläufig gut zu erreichen. Es wird allerdings vorgeschlagen, eine zusätzliche Haltestelle "Schule" am nördlichen Ende der Posteläcker zu errichten. Zudem sollte die Fußwegeanbindung an die S-Bahn-Haltestelle verbessert werden. Die vorgeschlagenen Einbahnstraßenregelungen und auch der vorgeschlagene Nord-Süd-Radweg wären da eine Lösung. Zudem, so die Gutachter, sollte in den Posteläckern ein attraktives Fußwegenetz geschaffen werden.

Vorgeschlagen wird unter anderem, entlang der Hochwasserableitung einen Grünstreifen mit Ost-West-Fußweg zu errichten. Auch eine begrünte Nord-Süd-Gehwegachse wird vorgeschlagen. Beide Grünachsen würden die Aufenthaltsqualität und damit auch die Attraktivität für Fußgänger erhöhen, heißt es in dem Gutachten.

kds

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