Graffiti bleibt ein heikles Thema in Erlangen

14.6.2014, 12:54 Uhr
Wahre Kunstwerke sprayten die Gewinner eines Wettbewerbs des Erlanger Jugendparlaments auf die Flächen, die das Bau-Referat freigegeben hatte.

Wahre Kunstwerke sprayten die Gewinner eines Wettbewerbs des Erlanger Jugendparlaments auf die Flächen, die das Bau-Referat freigegeben hatte. © Harald Sippel

Bei strahlendem Sonnenschein zeigten die Erst- und Zweitplatzierten des Prayer-Wettbewerbs ihr Können und verwandelten die Brücke in der Pappenheimerstraße über die Altaurach bei Kriegenbrunn in ein buntes Kunstwerk.

„Graffiti im öffentlichen Raum sind immer noch ein heikles Thema“, beschreibt Hannah Müller-Hillebrand vom Jugendparlament Erlangen die Reaktionen der Fußgänger und Radfahrer auf die besprühte Brücke.

Viel Unverständnis

Für die Kritik herrscht bei den Gewinnern Unverständnis. „Uns Sprayern geht es nicht darum, etwas kaputt zu machen. Durch unsere Arbeit entstehen letztendlich Wandgemälde, welche danach für Jeden frei zugänglich sind und die Umgebung mit individuellen Farben und Formen ausschmücken“, so die Erstplatzierten Sven und Hanna.

„Graffiti sind Ausdruck meiner Seele und eine Stimulation, individuelle Kunst zu kreieren", fügen die Zweitplatzierten hinzu, welche auch schon in Bamberg unter ihrem Künstlernamen Hummas (a.k.a. Komar und Siro) bekannt sind.

Der Graffiti-Contest ist aufgrund einer persönlichen Anfrage an das Jugendparlament entstanden. Wer weitere Anregungen hat, kann sich per E-Mail an jugendparlament@stadt.erlangen.de wenden.

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