Großalarm in Erlangen: Brand in Bezirkskrankenhaus

7.6.2017, 16:00 Uhr
Ein Zimmerbrand in einem Trakt des Bezirkskrankenhauses hat einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst.

Ein Zimmerbrand in einem Trakt des Bezirkskrankenhauses hat einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst. © Klaus-Dieter Schreiter

Kurz vor elf Uhr wurde die Feuerwehr das erste Mal gerufen: aus einem Auto an der Theodor-von-Zahn-Straße trat Gas aus. Die Gegend wurde zunächst weiträumig abgesperrt. Unter schwerem Atemschutz versuchten die Feuerwehrmänner dann, das Leck ausfindig zu machen und es abzudichten. Gleichzeitig öffnete die Feuerwehr die Gullys, um darin die Gaskonzentration zu messen. Zwar roch es in der Gegend erheblich nach dem Gas, im Abwasserkanal wurde jedoch keine wesentliche Konzentration festgestellt. Weil für das Abdichten des Lecks Spezialwerkzeug notwendig war, zog die Feuerwehr Mitarbeiter einer Werkstatt hinzu. Erst nach knapp zwei Stunden gab es Entwarnung.

Noch während die Feuerwehr mit dem Auto beschäftigt war, schlug ein Brandmelder im Bezirkskrankenhaus (BZK) Alarm. Dorthin rückte zunächst die Freiwillige Feuerwehr Erlangen Stadt aus. Nachdem es sich tatsächlich um einen Zimmerbrand handelte, löste die Integrierte Leitstelle den für ein Feuer in einem Krankenhaus vorgesehenen Großalarm aus. Neben den Kräften von der Ständigen Wache wurden zusätzlich mehrere Freiwillige Feuerwehren aus der Umgebung sowie zahlreiche Rettungswägen und Notärzte zum BZK geschickt.

Als die Rettungskräfte eintrafen, hatten die Mitarbeiter die Station bereits evakuiert. Die beiden Trupps, die unter schweren Atemschutz in den verrauchten Flur zu dem Dreibettzimmer im Erdgeschoss vordrangen, hatten die Flammen schnell unter Kontrolle. Jedoch war das gesamte Zimmer und auch Teile des Korridors stark verrußt.

Nachdem die Feuerwehr gelüftet hatte, konnten die Patienten wieder zurück ins Gebäude. Das Zimmer, in dem es gebrannt hatte, ist jedoch nicht mehr bewohnbar. In Flammen aufgegangen war dort eines der drei Betten. Den Schaden schätzt die Feuerwehr auf bis zu 30.000 Euro. Die Brandursache wird noch von der Polizei ermittelt.


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