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Grundschule Bubenreuth: Kinder surfen sicherer

Schüler-Vater entwickelt eine Software zum Schutz - 23.02.2016 13:40 Uhr

Zur Inbetriebnahme des hallo.ninja nahm Rektorin Martina Zieppelius-Wimmer einen Schirm als Symbol der Gefahrenabwehr entgegen, hier mit Bürgermeister Norbert Stumpf (li.) und Andreas Pfeil, Schöpfer der Software.

22.02.2016 © Foto: Heinz Reiß


Mit Andreas Pfeil, einem Computer Sicherheitsfachmann, dessen Kinder ebenfalls die Bubenreuther Grundschule besuchen, hat man diesen Spezialisten gefunden, und Pfeil hat ein System entwickelt, das man als weltweit einmalig bezeichnen kann.

Rund 50 Eltern kamen zum Informationsabend in die Aula der Grundschule, um zu hören, wie man die Kinder am besten vor den Gefahren des Internets schützen kann. Pfeil machte deutlich, dass er mit seinem Vortrag keinen von den Neuen Medien abbringen möchte. Auch Rektorin Martina Zippelius-Wimmer hob hervor, dass der Lehrplan eine Medienbildung über den Umgang mit sozialen Netzwerken vorschreibt. Um sich sicher in der Online-Welt bewegen zu können, müssen Kinder fit gemacht werden für das Netz – medienkompetentes Handeln muss erlernt werden.

Der Computerfachmann begann bei den Gefahren. Im Internet gibt es gerade für Kinder die verschiedensten Gefahrenarten. Sichtbare wie Onlinewerbung, Phishing und Betrug, aber auch Unsichtbare wie Viren, Trojaner. Zu den direkten Gefahren zählte Pfeil in erster Linie die Kaufabschlüsse und Abo-Fallen.

Als persönliche Gefahren kommen der Daten- und Identitätsdiebstahl sowie Mobbing hinzu. Zu beachten sind die Foto- und Videoportale, die sozialen Netzwerke, wie Facebook, Twitter, Skype, WhatsApp. Auch die Suchmaschinen, wie Google, Wikipedia, Einkaufsportale wie ebay oder Amazon oder die App-Stores bergen gerade für Jugendliche ebenfalls Gefahren. Äußerste Vorsicht, so Pfeil, sind „kostenlose“ Angebote ,und alle Alarmglocken müssen läuten wenn ein Fremder von einem Kind verlange, nichts über einen Chat oder eine Verabredung den Eltern zu erzählen.

Um all dies zu verhindern, hat Andreas Pfeil in direkter Zusammenarbeit mit der Grundschule und der Gemeinde Bubenreuth die byte.box, einen Internetrouter entwickelt. Die byte.box filtert LiveThreads, Tracking und Werbung, sowie Viren und Trojaner aus, sie schafft innerhalb des Internets eine kindersichere Zone. Der dazugehörende byte.garden modelliert große Teile des Internets kindgerecht nach und — was sehr wichtig ist — alle personenbezogenen Daten bleiben innerhalb der Schule.

Damit die Schüler aber auch zu Hause sich sicher im Internet bewegen können, entwickelte Pfeil in Zusammenarbeit mit der Grundschule und der Gemeinde Bubenreuth einen geschützten Bereich, den jeder Bürger und vor allem jedes Kind der Gemeinde und des Umlandes exklusiv und sofort nutzen kann – den Internet Filter „hallo.ninja“! Hierzu ist von den Eltern bei hallo.ninja ein Nutzeraccount anzulegen. Mit diesem Account kann man sehen, wonach das Kind gesucht hat, man kann bestimmen, welche Themen im Suchergebnis ausgeblendet werden sollen.

Für Familien mit einem gemeinschaftlichen PC oder Laptop hat Pfeil den hallo.ninja Surf-Stick entwickelt. Steckt man diesen USB Stick in den Computer, ist der Zugriff uneingeschränkt möglich, zieht man den Stick ab, ist der PC kindersicher. Der hallo.ninja Surf-Stick kostet 29,95 Euro und kann über die Grundschule oder über die Firma byte.watch Andreas Pfeil (0 95 69) 2 09 99 97 bezogen werden.

Dank und Anerkennung richteten die Rektorin Zippelius-Wimmer und Bubenreuths Bürgermeister Norbert Stumpf an den „ninja“ Entwickler Andreas Pfeil. Im Anschluss konnten sich die Teilnehmer an den installierten Laptops ein Bild vom System byte.box machen.

HEINZ REISS

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