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Grundstück ist derzeit das größte Problem

Verein erwartet klares Bekenntnis der Gemeinde — Bubenreutheum hat neue Mitglieder — Ohne Schriftführer - 01.08.2013

Politiker aller Ebenen, hier MdL Karl Freller (2.v.l.), wurden mit dem Projekt Museum Bubenreutheum vertraut gemacht von (v.l.) Rudolf Schlossbauer, Susanne Zahn, Christian Hoyer und Bürgermeister Rudolf Greif. © Klaus-Dieter Schreiter


Was im Rückblick an Öffentlichkeitsarbeit von Hoyer vorgetragen wurde, ist für einen ehrenamtlichen Vorstand beachtlich. In ganz Bayern waren die Vorstandsmitglieder unterwegs, überall wo man Zuschüsse, Förderungen, Beihilfen oder Projektgelder beantragen kann, klopften sie an, von Landrat Eberhard Irlinger über Innenminister Joachim Herrmann bis hin zu Ministerpräsident Horst Seehofer. Neben den Gesprächen veranstaltete der Verein Infoabende, Beatleskonzert, bot Vorträge an, stellte das Projekt in allen Einzelheiten dem Bubenreuther Gemeinderat vor, informierte in einer Bürgerversammlung die Bevölkerung und besuchte zahlreiche Museen.

„Mit diesem Einsatz, so Hoyer, sind wir auch an Grenzen gestoßen – zum einen an unsere eigenen... Grenzen zum Zweiten auch dahingehend, dass wir mittlerweile blockiert sind, denn die Gemeinde hat sich immer noch nicht entschieden.“ Etwas enttäuscht schloss er mit dem Satz: „Eine Nichtentscheidung bedeutet aber ab einem bestimmten Zeitpunkt im Grunde auch eine Entscheidung.“

Zuwachs von 24 Neuen

Erfreulicher ist die Entwicklung der Mitglieder. Im vergangenen Jahr konnten 24 neue Mitglieder gewonnen werden, so dass der Verein derzeit 134 Mitglieder zählt. Die derzeitige Ausstellung im Kellergeschoss des Rathauses betreuten 2012 ehrenamtlich 18 Personen, 2013 sind es 15 Personen.

Die Dauerausstellung im Rathaus, welche sonntags für jeweils drei Stunden geöffnet ist, besuchten 2011 zirka 850 Besucher, 2012 waren es 650 Besucher. Bei den beiden Veranstaltungen 2013 hat der Verein über 1000 Besuchern die Idee vom Bubenreutheum näher bringen können. Der Sammlungsaufbau, so fuhr Hoyer fort, ging weiter voran, einige schöne Instrumente konnten angekauft werden oder wurden dem Verein geschenkt. „Außerdem konnten wir den Nachlass des Erlanger Musikwissenschaftlers Dr. Pongratz übernehmen, dessen Bücher fanden vorerst einen Platz in unserem Depot“, erzählte Hoyer.

Bei der anschließenden Wahl des Schriftführers beschloss die Versammlung, den Schriftführer alternierend einzusetzen, da sich niemand bereit erklärte, diesen Dienst zu übernehmen. Hoyer dankte Klaus Palme für seine Dienste, er wird eine schmerzliche Lücke hinterlassen.

Zum Thema Stiftung referierte Rudolf Schloßbauer. Das Bekenntnis zum Bubenreutheum seitens der Gemeinde, so Schloßbauer, sei gegeben, jedoch die Bereitstellung eines Grundstückes und die anteilige Übernahme der Betriebskosten steht nach wie vor aus. Eine deutliche Entscheidung der Gemeinde würde kritische Stimmen gegenüber dem Museumsprojekt entgegenwirken. Schloßbauer befürchtet, dass vor der Wahl des nächsten Bürgermeisters es zu keiner Entscheidung kommen wird.

Dem Projekt helfen, so Schloßbauer, soll eine Stiftung. Das Stiftungsvermögen würde mindestens 50000 Euro betragen. Dabei kann der Anteil der Sammlung, die dem Verein gehört, in das Grundstockvermögen eingehen. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil stellt das Vermögen des Kulturfördervereins dar, welches nach erfolgter Fusion ebenfalls für das Grundstockvermögen verwendet werden könnte. Dieses Grundstockvermögen ist jedoch unantastbar, lediglich dessen Erträge können verwendet werden.

Fusion ist vorbereitet

Zum Thema Fusion mit dem Kulturförderverein berichtete Rüdiger Voerste, dass soweit alles vorbereitet sei und in einer gemeinsamen Sitzung beider Vereine am 23. September die Fusion mit notarieller Beurkundung beschlossen werden soll.

Zum Abschluss der Versammlung wurde einstimmig beschlossen, dass der Vorstand einen Antrag an die Gemeinde stellt, sich eindeutig zu den Themen Überlassung eines Grundstückes, Übernahme der Bau- und der Betriebskosten zu bekennen.

 

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