Projekt aufgeschoben

Heroldsberg kriegt noch nicht sein Fett weg

29.7.2021, 14:13 Uhr
Sammelbehälter für Fette.

Sammelbehälter für Fette. © Hans-Joachim Winckler

In der Gemeinde will man erst das Ergebnis von Pilotprojekten abwarten, die in verschiedenen Kommunen der Metropolregion derzeit laufen.

Bei dem Projekt des gleichnamigen privaten Entsorgungsunternehmens handelt es sich um ein System, um im Haushalt anfallende Öle und Fette mittels eines Rücknahmesystems ortsnah zu entsorgen. Dabei werden an jeden Haushalt zwei Flaschen ausgegeben, die in aufgestellten Sammelautomaten entsorgt werden können.

Nach Angaben des Anbieters des Systems werden Automaten an zentralen Stellen im Sammelgebiet aufgestellt, die jederzeit zugänglich und zudem leicht zu bedienen sind. In den Automaten stehen dann 200 Sammelgefäße zur Verfügung, die gegen die vollen Behälter aus den Haushalten ausgetauscht werden können.

Ein ausgeklügeltes System, das aber nicht kostenlos ist

Für die teilnehmenden Kommunen ist das ausgeklügelte System allerdings nicht kostenlos. Für die Gemeinde Heroldsberg würden bei einer Teilnahme rund 10.000 Euro für die Aufstellung des Sammelautomaten und die Ausstattung jedes Haushalts mit zwei Sammelflaschen anfallen.

Um diese Kosten zu vermeiden, will man in Heroldsberg erst einmal die Erfahrungen aus anderen vergleichbaren Gemeinden, wie beispielsweise Bubenreuth, abwarten. Einstimmig, auch mit den Stimmen der antragstellenden SPD-Fraktion, wurde das Thema im Gemeinderat erst einmal vertagt.

Die nächste Zeit soll auch zu Gesprächen mit der Stadt Nürnberg genutzt werden, da in Zukunft das Heroldsberger Abwasser von der Stadt übernommen wird und diese dann von Fett und Öl im Kanalsystem betroffen sein wird. Auch Gespräche mit dem Abfallzweckverband sollen bis zu einer nochmaligen Behandlung des Themas im Ratsgremium zu einer Klärung beitragen.

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