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Mittwoch, 24.04.2019

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Heroldsberg: Neue Brücke für Gräfenbergbahn eingesetzt

Wegen der momentanen Arbeiten fahren noch bis zum 20. Oktober Busse statt der Züge - 16.10.2018 14:00 Uhr

Maßarbeit: Der Kranführer bugsierte den 78 Tonnen schweren Stahltrog an die richtige Stelle über der Heroldsberger Schützenstraße. © Harald Hofmann


Hierzu musste zunächst die rund 19 Meter lange Hilfsbrücke einschließlich der Schienen ausgebaut werden. Anschließend wurde mit einem mächtigen Kran ein rund 78 Tonnen schwerer Stahltrog für die neue Brücke eingehoben.

Wegen des Anschlusses an die Schienen und der Behebung von Infrastrukturschäden ist die Bahnstrecke von Nürnberg-Nordost bis Gräfenberg noch bis einschließlich Samstag, 20. Oktober, 7.30 Uhr, für den Zugverkehr gesperrt. Für die Reisenden stehen als Ersatz Busse zur Verfügung.

Fahrplan geändert

Diese verkehren um bis zu fünf Minuten früher ab Nürnberg-Nordost beziehungsweise kommen in der Gegenrichtung um bis zu fünf Minuten später an. In den Bussen ist die Mitnahme von Fahrrädern nur im Rahmen des verfügbaren Platzes möglich; sie kann laut Bahn nicht garantiert werden.

Sämtliche Fahrplanänderungen sind bereits in der Fahrplanauskunft im Internet und an den Fahrkartenautomaten berücksichtigt. Die Fahrgäste können sich auch im Internet unter https://bauinfos.deutschebahn.com/ oder über den "DB Streckenagent" www.bahn.de/streckenagent informieren. Telefonisch ist der "Kundendialog Nahverkehr" in Bayern unter der Rufnummer (0 89) 20 35 50 00 zu erreichen.

Die von der Stilllegung betroffene Gräfenbergbahn wurde im Jahr 1998 für rund 23 Millionen saniert und reaktiviert. Kontinuierlich sei weiter in die Instandhaltung investiert worden, betont die Bahn. Trotz der permanenten Störungen und Probleme, über die die Erlanger Nachrichten laufend berichteten, hebt ein Sprecher der Bahn hervor: "Die Streckensubstanz ist gut, wird regelmäßig überprüft und erfüllt alle gesetzlichen Anforderungen an einen sicheren Bahnbetrieb — ist aber letztlich nicht mit dem Standard einer Neubaustrecke vergleichbar."

In den vergangenen zwölf Monaten wurden laut Bahn einschließlich der aktuellen Projekte rund vier Millionen Euro in die Schieneninfrastruktur der Gräfenbergbahn investiert. Neben dem laufenden Brückenneubau in Heroldsberg sei das vor allem der Hangsicherung im vergangenen Jahr geschuldet.

Außerdem wurde die Leit- und Sicherungstechnik, insbesondere die Ansteuerung der Bahnübergänge, neu aufgesetzt. Seither sei die Zahl der technischen Störung deutlich zurückgegangen. Zudem ist die Bahn in Verhandlungen mit den diversen Waldbesitzern an der Strecke, damit diese ihrer Verkehrssicherungspflicht vor allem hinsichtlich Sturmholz nachkommen.

Mittelfristig will die Deutsche Bahn bis ins Jahr 2020 in die Infrastruktur der Gräfenbergbahn weitere rund 10 Millionen Euro investieren, insbesondere für den Neubau und den Ersatz zweier Bahnbrücken.

Außerdem wird DB Regio Bayern demnächst neue Züge einsetzen, die kompatibel mit den Fahrzeugen der bisherigen Baureihe sind. Die bisherigen Fahrzeuge werden runderneuert und erfahren ein technisches Update. So können auch kombinierte Traktionen gebildet und eine höhere Fahrgastkapazität vorgehalten werden. "In Summe führen diese Investitionen in die Gräfenbergbahn zu deutlichen Qualitätsverbesserungen", hebt die Bahn hervor.

Bekanntlich will die Gemeinde Heroldsberg im Zuge der Erneuerung der Bahnbrücke auch die entsprechende Unterführung an der Schützenstraße grundlegend sanieren.

Unter anderem ist hier eine Verbreiterung der Fahrbahn vorgesehen, so dass künftig auf beiden Seiten ein Gehweg verläuft. Wegen der Kostenexplosion, über die wir informierten, kommt der Gemeinderat zu einer eigenen Sitzung am kommenden Donnerstag um 19 Uhr zusammen. 

sj

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