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Sonntag, 18.08.2019

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Hilfe für Menschen mit Behinderung in Erlangen

Eine neue Beratungsstelle hat ihren Dienst aufgenommen - 18.07.2019 11:30 Uhr

„Miteinander leben“: Eine Ausstellung im Stadtmuseum Erlangen thematisiert auch die Themen Partnersuche, Beziehungsalltag, Schönheitsideale oder Kindererziehung. © Harald Sippel


Im jüngsten Sozial- und Gesundheitsausschuss des Erlanger Stadtrats wurde jetzt diese Beratungsstelle für den nordöstlichen Bezirk Mittelfranken vorgestellt. Träger ist das Zentrum für Selbstbestimmtes Leben Behinderter e.V. (ZSL). Der Verein wurde 1988 in Erlangen von behinderten Männern und Frauen gegründet. Erfahrung hat man beim ZSL, das eine Selbstvertretungsorganisation hat, jede Menge: Schon vor 30 Jahren hat man hier eine Beratungsstelle und einen Assistenzdienst aufgebaut.

Das ZSL bietet nun die EUTB an den Standorten Erlangen, Fürth sowie im Landkreis Erlangen-Höchstadt in Eckental-Eschenau, Herzogenaurach und Höchstadt-Gremsdorf an.

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Die Laufzeit der EUTB ist durch die Förderung zunächst bis 2020 gewährleistet und kann dann bis 2022 verlängert werden. Die Beratung wurde mit zweieinhalb Stellen besetzt, neben den staatlichen Fördergeldern ist für die Finanzierung auch eine Eigenbeteiligung des Träger, also des ZSL, von fünf Prozent nötig.

Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass der Stellenumfang zu gering ist, und als schwierig wird von Seiten des ZSL die Eigenfinanzierung in Höhe von fünf Prozent gesehen. "Dieses Geld herzukriegen, wird auf Dauer nicht umsetzbar sein", prophezeit ZSL-Geschäftsführer Jürgen Ganzmann. "Es muss eine hundertprozentige Finanzierung her."

Dies wolle man "nach oben kommunizieren", wurde von den Stadträten beschieden, die die Bedeutung der Beratungsstelle durch die Bank würdigten. Sehr wichtig, da sind sie sich einig, sei es, dass eine Beratung angeboten wird, die unabhängig vom Träger ist. "Das Projekt wird hoffentlich zu einem Programm, das man nicht mehr ständig neu beantragen muss", sagte Sozialbürgermeisterin Elisabeth Preuß.

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Jetzt gelte es, die EUTB bekannter zu machen, so der allgemeine Tenor im Sozialausschuss. Beim ZSL hat man erkannt, dass bei diesem Vorhaben schon gleich mal der sperrige Begriff eine Barriere sein könnte. "Bis einem EUTB über die Lippen geht, sprechen wir deshalb oft einfach von Teilhabeberatung", sagte Ganzmann. 

EVA KETTLER

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