Lichtinstallation mit Glücksbegriffen

"hin & herzo": Den Fehnturm durch Projektion neu entdecken

RESSORT: Lokales / Sonstiges..DATUM: 05.10.2016..FOTO: Roland Fengler..MOTIV: Mitarbeiterporträt / Mitarbeiterportrait: Jeanette Seitz..ANZAHL: 1 von 1..Veröffentlichung nur nach vorheriger Vereinbarung
Jeanette Seitz

Nordbayerische Nachrichten Herzogenaurach/Höchstadt

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9.9.2021, 11:47 Uhr
So ähnlich wird es auch in Herzogenaurach beim "hin & herzo"-Kulturfestival aussehen, wenn der Fehnturm in ein Lichtermeer getaucht wird.

© Philipp Geist, NN So ähnlich wird es auch in Herzogenaurach beim "hin & herzo"-Kulturfestival aussehen, wenn der Fehnturm in ein Lichtermeer getaucht wird.

Wie genau die Lichtinstallation in Herzogenaurach letztlich aussehen wird, weiß Philipp Geist selbst noch nicht. "Ich habe lediglich eine vorgefertigte Rohform, den finalen Schliff bekommt die Projektion erst vor Ort." Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung könne er natürlich einschätzen, wie die Lichtinstallation wohl aussehen wird, "aber da ist immer eine Spannung bei der erstmaligen Betrachtung".

In Herzogenaurach bringt Geist den Fehnturm und einen Teil der Hauptstraße vor dem Turm zum Leuchten. Und zwar mit Begriffen rund um das Glück - passend zum Motto des Kulturfestivals, "Glückssachen". Um seine Installation ganz auf Herzogenaurach abzustellen, sucht Philipp Geist noch Begriffe von Bürgerinnen und Bürgern. Gerne können noch alle möglichen Assoziationen zum Thema "Glück" an Philipp Geist geschickt werden, die er dann in seine Installation einarbeitet (E-Mail: mail@videogeist.de).

Invasiver Erlebnisraum

In seiner "hin & herzo"-Installation erzählt Geist also keine Geschichte, vielmehr handelt es sich um eine "abstrakt-malerische Installation", die vor allem mit der Architektur arbeitet. Indem die Besucherinnen und Besucher dort flanieren, werden sie zu einem Teil der Installation. "Ich will keine Videoshow präsentieren, sondern einen invasiven Erlebnisraum schaffen", sagt der Lichtkünstler.

Wichtig ist ihm auch, dass es sich nicht nur um einen kurzen "Loop" handelt, also um eine Sequenz, die sich ständig wiederholt. "Das verliert schnell an Spannung", meint Geist. In seiner Installation werden immer wieder neue Elemente zu entdecken sein, verspricht Geist. Nebel sorgt für zusätzliche Verfremdung. Auch verschiedene Blickwinkel auf den Fehnturm könnten interessant sein. "Ich freue mich, wenn sich die Besucherinnen und Besucher Zeit nehmen und sich darauf einlassen."

Lichtkünstler Philipp Geist in seinem Berliner Atelier. Er freut sich auf die "Glücks"-Lichtinstallation in Herzogenaurach.

Lichtkünstler Philipp Geist in seinem Berliner Atelier. Er freut sich auf die "Glücks"-Lichtinstallation in Herzogenaurach. © Philipp Geist, NN

So schaffen der Fehnturm, Worte des Glücks und die kraftvolle Kunst von Philipp Geist einen neuen Raum in der historischen Altstadt, der betreten und vielfältig interpretiert werden kann - als reines Gefühl, als Inspiration, als neue Sicht auf Altvertrautes.

INFO: Die Projektion ist am Freitag, 24. September, und Samstag, 25. September, mit Beginn der Dämmerung ab zirka 19.30 bis 23 Uhr zu sehen, und zwar auf dem Fehnturm und auf der Hauptstraße davor. Der Eintritt ist frei

Zur Person: Der 1976 in Witten geborene Philipp Geist lebt und arbeitet seit 1999 in Berlin und in Weilheim, doch mit seinem künstlerischen Schaffen ist er weltweit zu Hause. 2013 erhielt Geist den Deutschen Lichtdesign-Preis in der Kategorie Lichtkunst. Mit den Medien Projektion, Lichtinstallation, Fotografie und Malerei verwandelt er Architekturen im urbanen Raum auf der ganzen Welt in bewegte, malerische Lichtskulpturen - Philipp Geist schafft mit Farbe und Licht neue Verbindungen zwischen Räumen und Menschen.

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