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Impfmöglichkeit in der Gemeinde: Politiker machen Druck

Was im Landkreis Forchheim geht, soll auch in ERH funktionieren - 27.01.2021 16:00 Uhr

Im Affalterthaler Mehrzweckhaus hatte der ASB eine Art „Impfstraße“ aufgebaut: Zwei Mitarbeiterinnen nahmen zunächst die Daten der Einzelnen auf, fragten nach Vorerkrankungen, Allergien und vorhergegangene Impfungen.

26.01.2021 © Foto: Edgar Pfrogner


Im Affalterthaler Mehrzweckhaus hat am Montag der erste dezentrale Impftermin für Über-80-Jährige im Landkreis Forchheim stattgefunden – organisiert von Gemeinde, Landkreis und Impfzentrum.

Dank eines mobilen Impfteams sparten sich die Senioren die zum Teil längere Anfahrt nach Forchheim und den für die meisten beschwerlichen Weg ins Impfzentrum, das an der steilen Don-Bosco-Straße liegt.

Probleme durch die Hürden bei der Terminfindung

Auch im Landkreis Erlangen-Höchstadt würden sich viele den Weg ins Impfzentrum in der Erlanger Sedanstraße sparen. Deshalb haben die CSU-Ortsverbände Baiersdorf und Bubenreuth eine Änderung der Impfstrategie gefordert: "Viele Anrufe von Betroffenen aus der Bevölkerung haben uns mit der Bitte um Unterstützung erreicht", so Dorothea Neubauer. Gerade bei der Gruppe der über 80-Jährigen entstünden die größten Probleme durch die Hürden bei der Terminfindung. In einem Eilantrag an die Stadt Baiersdorf hat der Ortsverband nun gefordert, das ambulante Impfen in den Kommunen mit Nachtrag beim Landratsamt beziehungsweise Gesundheitsamt zu fordern.

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"Fahrt zum Impfzentrum nicht zumutbar"

Auch die Frauenunion der CSU in Herzogenaurach sieht den umständlichen Weg nach Erlangen als Problem für Ältere. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln sei er für viele nicht zu bewältigen. "Die Fahrt mit dem Taxi zur zweimaligen Impfung ist mit zirka 150 Euro den oft schmalen Renten nicht zumutbar", sagt Ruthild Schrepfer. "Gleichzeitig sind in der Stadt Herzogenaurach diverse Einrichtungen auf Grund der Corona-Krise derzeit geschlossen (Jugendhaus, Freizeitzentrum usw)." Was zum Beispiel Personal betreffe, seien dadurch "freie Kapazitäten vorhanden" – denen die Stadt das Angebot machen könnte, Senioren zu den Impfungen zu transportieren.

Registrierungsportal bietet noch keine gezielte Einladung

Sowohl die Stadt Erlangen als auch der Landkreis Erlangen-Höchstadt denken über die Möglichkeit nach, "temporäre dezentrale Impftermine in entlegenen Regionen des Landkreises anzubieten", so ein Sprecher. Allerdings müssten erst die Senioreneinrichtungen versorgt sein, was im Landkreis Forchheim bereits der Fall sei. Außerdem ließe das Registrierungsportal www.impfzentren.bayern noch keine gezielte Einladung von Bürgern bestimmter Regionen an bestimmte Adressen zu.

 

JANA SCHNEEBERG/hauf

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