Aus dem Gemeinderat

In Buckenhof bekommen Radfahrer Vorrang vor dem Auto-Verkehr

16.6.2021, 15:55 Uhr
So soll der Vorrang-Radweg verlaufen.

So soll der Vorrang-Radweg verlaufen. © Kartendaten_OpenStreetMap(CC-BY-SA) / Repro: Helmut G. Bauerreis

Der geplante "Vorrang-Radweg" von der Tennenloher Straße bis zum Brucker Weg nimmt jetzt Gestalt an. Hatte man sich in einer vorhergehenden Sitzung des Bauausschusses schon intensiv und mit Planern und Behörden befasst, so wurden in einer Sondersitzung des Gemeinderates jetzt letzte Änderungen beschlossen und einstimmig für schätzungsweise 165 000 EUR in Auftrag gegeben - zuzüglich der gesonderten Maßnahmen im Neubaubereich "Obere Büch" (ca. 105 000 EUR).

Angesichts der Auslastung der Baubranche rechnet Bürgermeisterin Astrid Kaiser (SPD) "frühestens im Herbst" mit dem Baubeginn. Binnen Jahresfrist aber soll der durchgängige Radweg fertig ausgebaut sein. Die Radwegachse, die Radfahrern weitgehend Vorrang vor dem Kfz-Verkehr einräumen wird, beginnt an der Kreuzung Neukreut/Obere Büch, wo die bestehende "Rechts-vor-Links"-Regelung mit auf die Fahrbahnen aufgebrachten "Haifischzähnen" unterstrichen werden soll, eventuell mit zusätzlicher Beschilderung - so ein Vorschlag von Katja Roßmeißl (FW).

Fahrbahnbreite bald fast doppelt so groß

Eine ursprüngliche angedachte Aufpflasterung hatte der Bauausschuss schon für unnötig erachtet, wird doch die derzeitige Fahrbahnbreite der Straße "Neukreut" bei Fertigstellung des Baugebiets nahezu verdoppelt sein. Auch eine Einbahnregelung wurde verworfen, da man damit "noch mehr Verkehr erzeugen würde".

Bei der Einmündung in die Eisenstraße soll das wegen des dortigen Baustellenverkehrs bestehende Halteverbot zwecks besserer Einsicht dauerhaft beibehalten werden. Auf Anregung von Christine Altmann (UBB) einigte sich der Rat darauf, einen weiteren Pkw-Stellplatz in der Eisenstraße auszuweisen, um das Tempo zu zügeln. Die anschließend linksschwenkende Einmündung in den Hallerhof wird zur "Einfahrschneise" umgebaut und als Rad- bzw. Gehweg deutlich markiert, aber nicht wesentlich verbreitert werden: Man wolle zu hohe Geschwindigkeiten der Radfahrer vermeiden, die dort vor allem ältere Fußhänger gefährden könnten.

Pflanzinsel wird umgebaut

Umgekehrt soll ein Umbau der Pflanzinsel und ein "Schutzstreifen" auf der Fahrbahn aus dem Hallerhof ausfahrende Radler vor dem PKW-Verkehr in der Eisenstraße besser schützen. Vorbei am Rathaus verzichtet man auf die ehedem vorgesehene Trennung von Rad- und Fußweg: "dort herrscht jetzt eine sehr gute gegenseitige Rücksichtnahme", lobte die Bürgermeisterin, die das Radler-Tempo nicht einseitig erhöht sehen wollte.

Diese Trennung wird erst bei der auf flacher Straßenrampe geführten Querung Tennenloher Straße zwecks mehr Sicherheit für alle Beteiligten dort realisiert. Diesem Ziel werden auch Stoppschilder auf der Fahrbahn dienen - eine mit großer Mehrheit beschlossene Anregung von UBB-Sprecher Robert Seeböck. Der Parkplatz am anschließenden Immenweg muss dem Vorrangradweg gleichfalls aus Gründen der Sicherheit weichen; eventuell könne man gegenüber Längs-Parkmöglichkeiten schaffen, hieß es. Die Kreuzung Brucker Weg wird ähnlich der vorhergehenden mit Stoppschildern bestückt und für den Radverkehr der derzeitige "Knick" begradigt werden.

Zu einem späteren Zeitpunkt will man dann die Verbindung vom Brucker Weg zur Gräfenberger Straße und die Umgestaltung der dortigen Bushaltestellen gesondert beplanen und ausbauen.

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