In Erlangen unterwegs mit 600 Schafen

13.6.2021, 10:25 Uhr
600 Schafe und 20 Ziegen betreut die 25-jährige Schäferin Luisa Belz. Im Naturschutzgebiet Exerzierplatz unterstützt sie den Landschaftspflegeverband.

600 Schafe und 20 Ziegen betreut die 25-jährige Schäferin Luisa Belz. Im Naturschutzgebiet Exerzierplatz unterstützt sie den Landschaftspflegeverband. © Klaus-Dieter Schreiter

Über die Vierbeiner wacht die Schäferin Luisa Belz, die bei Wanderschäfer Erich Kißlinger in Heroldsberg angestellt ist. Die aus Schwaben stammende 25-Jährige hat den anspruchsvollen Beruf drei Jahre lang gelernt. Anstrengend sei nicht das Betreuen der Herde, eher müsse sie immer wieder die Schaulustigen ermahnen, die Schafe in Ruhe zu lassen. Das sei erheblich anstrengender, sagt sie.

Vom Landschaftspflegeverbend engagiert

Engagiert worden ist die Schafherde vom Landschaftspflegeverband Mittelfranken. Denn die hungrigen Schaf- und Ziegenmäuler halten den Rasen kurz und erhalten so den Lebensraum der zahlreichen pflanzlichen und tierischen Sandliebhaber.

Zahlreiche Vögel

Im Naturschutzgebiet Exerzierplatz gibt es auch zahlreiche Vögel.

Im Naturschutzgebiet Exerzierplatz gibt es auch zahlreiche Vögel. © Klaus-Dieter Schreiter

Im Naturschutzgebiet Exerzierplatz gibt es zahlreiche Vögel wie Heidelerche, Baumpieper oder Goldammer, die ihre Nistplätze am Boden der offenen und halboffenen Freiflächen haben. Während der Brutzeiten sind diese sogenannten Bodenbrüter sehr empfindlich gegenüber Störungen. Die Fläche darf darum bis zum 31. Juli nicht betreten werden. Schäfer, Schafherde und die Hütehunde Alves, Max und Käthe stören die Vögel im Gegensatz zu freilaufenden Hunden oder den Menschen nur wenig, da sie nur kurze Zeit vor Ort sind und sich für die Vögel gut kalkulierbar in der Gruppe vorwärtsbewegen.

Schäferin meidet Nestbereiche

Außerdem weiß die Schäferin genau, wo sich die Nester befinden und meidet diese Bereiche. Die Vögel auf dem Exerzierplatz profitieren sogar von den Schafen, da diese ihnen als "Rasenmäher" Platz zum Brüten schaffen und gleichzeitig Nahrung freilegen. Auch die Stare scheinen von den Schafen zu profitieren: Sie setzen sich auf den Rücken der Tiere und warten darauf, dass Insekten aufgescheucht werden, um die dann zu verspeisen.

Weiter nach Kalchreuth mit Zwischenstopp

Voraussichtlich Anfang der Woche will Luisa Belz mit ihren Schafen weiterziehen - nach Kalchreuth mit einem kurzen Zwischenstopp am Gut Eggenhof.

Keine Kommentare