Dienstag, 19.01.2021

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Jugend bewies viel Fantasie und Kreativität

24 Schulprojekte beim Wettbewerb der Raiffeisen-Volksbank Erlangen-Höchstadt ausgezeichnet - 24.07.2009

Die Big-Band der Ernst-Penzoldt-Hauptschule aus Spardorf gab den gelungenen Auftakt für die Preisverleihung der Raiffeisen-Volksbank Erlangen-Höchstadt zum Schulwettbewerb «Jugend und Fantasie».

06.02.2011 © Greiner


Musik verbindet. Dies stellt immer wieder fest, wer den Wettbewerb der Bank seit Jahren verfolgt. 2009 zeigte sich das besonders in der Vielzahl von Musikevents, die die Schüler auf die Beine gestellt haben. Vor allem Musicals haben es der Jugend angetan – kein Wunder angesichts der zahlreichen Bühnen, die in den letzten Jahren zur Aufführung immer neuer Musicals aus dem Boden mehrerer deutscher Großstädte gestampft worden sind.

So haben 118 Mitwirkende aus den 5. bis 13. Klassen des Marie-Therese-Gymnasiums innerhalb eines Jahres das Musical «Joseph» in Szene gesetzt. Mit dem «Song des Pharao» verzauberten einige davon auch die Teilnehmer der Preisverleihung im Vortragssaal der Bank an der Ecke Nürnberger/Werner-von-Siemens-Straße. 15 junge Damen himmelten den Hauptdarsteller an – und obendrein gab’s 750 Euro als Prämie aus der Bankschatulle. An der Wirtschaftsschule feierte der «Tanz der Vampire» eine gelungene Auferstehung. Und die Grundschule Frauenaurach führte mit Orff-Instrumenten zwei Kindermusicals («Max und Moritz» sowie «Sängerkrieg der Heidehasen») auf – übrigens in Zusammenarbeit mit der Musikschule.

Diese unterstützt auch die Big-Band der Ernst-Penzoldt-Hauptschule in Spardorf, wo 60 Bandmitglieder musizieren, Schüler und Lehrer gemeinsam. 110 Beteiligte zählen die «Träume einer Sommernacht» des Christian-Ernst-Gymnasiums. In einer Eigenkreation der Schüler ließen sie Shakespeares «A Midsummer Night’s Dream» und Purcells Semi-Oper «The Fairy Queen» – 1692 komponiert – auferstehen. Theater, Theater: Die 8. Klasse der Spardorfer Penzoldt-Hauptschule durchleuchtete das Märchen «Krabat» des Kinder- und Jugendautors Otfried Preußler. Die Hermann-Hedenus-Grundschule überzeugte mit ihrem Fremdsprachentheater «Where the Wild Things are». Und seit sechs Jahren läuft die «Schreibwerkstatt» am Fridericianum mit viel Mut zur Satire – ein Ventil für Emotionen.

Steinige Gesichter

Fantasie beflügelt die Kunst – auch an den Schulen. Die 3. bis 9. Jahrgangsstufen an der Don-Bosco-Schule in Höchstadt gaben in einem drei Tage währenden Projekt Gasbetonsteinen menschliche Züge – sprichwörtlich Gesichter wie aus Stein gemeißelt. Die Maler- und Lackiererklasse an der Berufsschule schmückte graue Gänge mit optischen Täuschungen. In der Werner-von-Siemens-Realschule wurden die Treppenhäuser mit Farbakzenten in Großformat aufgehellt, in der Grundschule Neunkirchen/Brand Kleidungsstücke mit Pflanzen eingefärbt. Seitdem schmücken sich dort die Schüler mit selbstgemachten Tüchern. Zehn Akteure an der Wirtschaftsschule glänzen mit fotografischen Porträts und Makroaufnahmen. Die Hermann-Hedenus-Schule verdeutlichte im Kunstprojekt «Vier Jahreszeiten» die Elemente Erde, Wasser, Feuer, Luft.

Die 9. Klassen der Staatlichen Realschule Höchstadt erfanden eine «Stärken-und-Schwächen-GmbH», dachten damit über das eigene Ich ebenso nach wie die Volksschule in Höch-stadt mit dem Projekt «Akrostichon». Das Christian-Ernst-Gymnasium will am Samstag, 25. Juli, zwischen 10 und 16 Uhr in der Innenstadt mit dem Projekt «Erlangen: Fahrrad-sta(d)tt» überraschen, mit dem sie erneut Reklame für die Benutzung des Drahtesels macht. An der Grundschule Brucker Lache imponierten das kindgerechte Erlernen der englischen Sprache ebenso wie ein Indianerlager mit 79 Schülern. Die Mittagsbetreuung der Hermann-Hedenus-Schule erschuf sich eine Hütte, die Grundschule Dechsendorf einen vom TÜV abgenommenen Pausenhof mit Klettergarten. An der Grundschule Bubenreuth entstand durch 40 Schülerinnen und Schüler mit Gemälden nach Friedensreich Hundertwassser an der fünf Meter hohen Wand der Aula quasi ein «Wohlfühlhaus». Und natürlich durfte der seit zwölf Jahren bestehende Schulzirkus Mozzarella vom

Marie-Therese-Gymnasium nicht fehlen – diesmal mit einer «Reise nach Paris». UDO B. GREINER

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