Todesursache offen

Jungtier lag geschwächt in der Erlanger Innenstadt: Geretteter Storch ist tot

Volontärin Nina Dworschak
Nina Dworschak

Volontärin Erlanger Nachrichten

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12.8.2022, 15:34 Uhr
Flugunfähig und geschwächt wurde das Storchenweibchen Ende Juli in der Erlanger Goethestraße gefunden.

© Klaus-Dieter Schreiter, NN Flugunfähig und geschwächt wurde das Storchenweibchen Ende Juli in der Erlanger Goethestraße gefunden.

Am Montag endete der Überlebenskampf des Jungstorchenweibchens, das Ende Juli in der Goethestraße gefunden wurde. Passanten war das geschwächte Tier damals auf der Treppe eines Restaurants aufgefallen, deshalb wurde es ins Tierheim gebracht und dort gemeinsam mit Erlangens Storchenvater Michael Zimmermann aufgepäppelt. „Das funktionierte anfangs sehr gut“, berichtet Zimmermann. "Doch dann ging es plötzlich bergab, es wollte nicht mehr fressen. Wir mussten es Zwangsernähren, das war eine furchtbare Tortur", erzählt der 87-Jährige wenige Tage später.

Woran das Tier nun genau gestorben ist, bleibt offen. Als die Störchin gefunden wurde, war sie stark dehydriert. Zimmermann vermutet, dass das Jungtier eine vergiftete Ratte am Bahnhof gefressen haben könnte. Sichtbare Verletzungen hatte das Tier nämlich keine.

Woher die Störchin stammt, kann nicht genau gesagt werden, beringt war sie nicht. Zimmermann vermutet, dass es sich um eines der vier ausgeflogenen Jungtiere vom Heka-Horst am Hugenottenplatz handelt. Die waren damals nicht beringt worden, weil das durch den Busverkehr auf dem Platz zu kompliziert geworden wäre.

Um die Todesursache endgültig zu klären, soll der Körper des toten Tieres nun untersucht werden. "Sollten es wirklich vergiftete Ratten gewesen sein, müssen wir für kommendes Jahr vorsorgen", so Zimmermann.

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