Kirschenernte

Kalchreuth: Mäßige Ausbeute

22.7.2021, 10:25 Uhr
Die Kirschenernte fällt in Kalchreuth heuer nicht so üppig aus. Kurt Schmidt hat beim Pflücken dennoch genug zu tun.

Die Kirschenernte fällt in Kalchreuth heuer nicht so üppig aus. Kurt Schmidt hat beim Pflücken dennoch genug zu tun. © Ernst Bayerlein

Geerntet werden die Kirschen der Sorten Regina, Kordia, Schneiders Späte, Hedelfinger, die hellroten Königskirschen oder die Große Schwarze Knorpelkirsche. Die Ernte hat in diesem Jahr etwa zwei bis drei Wochen später begonnen. Schuld daran waren die kalten Nächte im April und teils noch im Mai, so dass sich die Blüten nicht so gut entwickelten.

30 bis 50 Prozent Ausfall

Auch die Bienen sind nicht so zahlreich geflogen. Trotzdem lief die Saison mit den frühen Kirschen, insbesondere der Sorten Burlat und Maibigarreau, gut an - bis der Regen kam. Je nach Lage der Kirschgärten und Sorte beträgt der Ausfall 30 bis 50 Prozent. Die Kirschen trockneten nicht mehr ab, platzten auf und faulen am Baum. So ist die Ernte der späten Herzkirschen zurzeit etwas mühselig, nach dem Pflücken müssen sie für den Verkauf von Hand sortiert werden. „Es fehlt halt die Sonne“, klagen die Bauern und hoffen, dass sich das Wetter bessert.

Noch 20 Kirschenbauern

Etwa 20 Kirschenbauern gibt es noch in Kalchreuth, einschließlich Käswasser und Röckenhof. Bis auf einen sind es alle Nebenerwerbs-Landwirte, die Kirschen werden von den Familienmitgliedern gepflückt, extra Kirschenpflücker/innen würden sich nicht rechnen. Verkauft werden die Kirschen direkt im Kirschgarten, daheim ab Hof oder an den Straßen, mehrere Kirschenbauern haben auch ihre festen Abnehmer.

Karin Klein-Schmidt und Roland Igel zeigen die verschiedenen Kalchreuther Kirschsorten - ein Bild aus Vor-Corona-Zeiten.

Karin Klein-Schmidt und Roland Igel zeigen die verschiedenen Kalchreuther Kirschsorten - ein Bild aus Vor-Corona-Zeiten. © Ernst Bayerlein

Verarbeitung zu Marmelade oder Schnaps

Nicht verkaufte Kirschen oder die kleineren Kirschen von den alten Hochstamm-Kirschbäumen werden oft zu Marmelade verarbeitet oder kommen in ein Fass und später wird Schnaps gebrannt. Sehr gut kommen der Kirsch-Glühwein und vor allem der Kirsch-Secco an, der in Zusammenarbeit mit einer Sektkellerei im Rheinland hergestellt wird und ab Herbst bei den beteiligten Kirschbauern zu kaufen ist.

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