Karlsruhe stärkt Klimaschutz: Freude bei Erlanger FFF

1.5.2021, 18:30 Uhr
Auch ein Klimacamp organisierten die jungen FFF-Klimaschützer in Erlangen.

Auch ein Klimacamp organisierten die jungen FFF-Klimaschützer in Erlangen. © Ralf Rödel

Die Freude über das Karlsruher Klimaschutz-Urteil ist Christian Lange deutlich anzuhören: "Ich sehe das auf jeden Fall als Schritt in die richtige Richtung", sagt der Sprecher von Fridays For Future (FFF) auf Nachfrage. Der Richterspruch habe ihn positiv überrascht.

Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes, wonach die Politik bei ihrem Bundesgesetz nachbessern muss, bestätige das, was FFF schon seit einiger Zeit fordere: "Es ist ja bereits seit längerem klar, dass die Klimaziele der Bundesregierung komplett unzureichend sind und ausgebessert oder ganz anders angegangen werden müssen, wenn wir tatsächlich Klimaneutralität erreichen und unseren Beitrag zum 1,5 Grad-Ziel leisten wollen", meint Lange.

Die obersten Richter verpflichten den Gesetzgeber, bis Ende kommenden Jahres die Reduktionsziele für Treibhausgasemissionen für die Zeit nach 2030 näher zu regeln. Damit waren Verfassungsbeschwerden mehrerer Klimaschützer zum Teil erfolgreich, auch Fridays-for-Future-Aktivistin Luisa Neubauer hatte gegen das Klimapaket in Karlsruhe geklagt.

Die Politik, so die Verfassungsrichter, müssen beim Klimaschutz nachbessern, auch um die Freiheitsrechte künftiger Generationen zu schützen.

Viele Veranstaltungen

Gerade diese Begründung dürfte junge FFF-Klimaaktivisten wie Christian Lange besonders gefallen. Der 19-Jährige engagiert sich seit April 2019 bei der Erlanger Gruppe und ist seither bei so gut wie allen Veranstaltungen mit von der Partie.

Auch am Donnerstag (30. April 2021), an eben jenem Tag mit dem weitreichenden Spruch aus Karlsruhe, ist er wenige Stunden danach wieder für die Gruppe aktiv: bei einer Demonstration für einen kostenlosen ÖPNV und gegen die geplanten Preiserhöhungen, die im Stadtrat auf der Beschluss-Agenda stehen.

FFF-Sprecher: "Noch gibt es viel zu tun"

Denn eines ist für Christian Lange und auch seine Mitstreitenden sicher: Die Schüler und Studierenden werden mit ihren (derzeit freilich coronakonformen) Protesten nicht aufhören. Zwar sehe man das Karlsruher Urteil als eine Bestätigung des Klima-Engagements, sagt der FFF-Pressesprecher, doch noch gebe es viel zu tun.

"Der Karlsruher Spruch ist eine Errungenschaft, aber definitiv nicht das Ende unseres Einsatzes", sagt der junge Mann, "unser Engagement wird trotzdem weiter nötig sein, da bin ich mir ziemlich sicher, wir werden darauf pochen, dass wir zu ambitionierten und guten Lösungen kommen, alleine von diesem Urteil sind schließlich noch lange nicht zugleich die notwendigen Maßnahmen getroffen."

FFF Erlangen hat in der Vergangenheit unter anderem immer wieder mit großen Kundgebungen oder aufwendigen Klimacamps von sich reden gemacht.

 

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