Kein Durchkommen: Fahrräder am Bahnhof in Erlangen

21.2.2019, 08:00 Uhr
ie Fußgängerrampen am Bahnhofsvorplatz sollen nach Ansicht des Stadtteilbeirats Innenstadt besser erkennbar sein.

ie Fußgängerrampen am Bahnhofsvorplatz sollen nach Ansicht des Stadtteilbeirats Innenstadt besser erkennbar sein. © Harald Sippel

Das Ärgernis ist altbekannt und hat jetzt auch den Stadtteilbeirat Innenstadt auf den Plan gerufen. Der Beirat fordert nun, dass eben diese Rampen strikt freigehalten werden. Eine Möglichkeit wäre, diese Auffahrten ganz klar zu markieren – wohl auch farblich. Zudem sollte die Stadt die Fahrradparksünder rigider verwarnen und ihre Räder womöglich abschließen oder gleich abschleppen. Darüber hinaus könnten sich die Beirats-Mitglieder eine zusätzliche Rampe in der Platzmitte vorstellen.

Für eine Markierung dieser Wege, wie gefordert, kann sich die Verwaltung momentan noch wenig erwärmen und lehnt diese Lösung aus "ästhetischen Gründen" ab, wie es im jüngsten Umwelt-, Verkehrs und Planungsausschuss hieß. Die Verwaltung setzt in Sachen "Fahrradparksituation am Bahnhof" auf ein Bündel von Maßnahmen, Schrott-Räder sollen weiterhin entfernt werden, es soll mehr Abstellplätze für Räder geben. Erst wenn alle geplanten Maßnahmen umgesetzt sind, könne man über Markierungen der Rampen nachdenken. 

Generelles Abstellverbot gilt nicht mehr

Strikter gegen Parksünder vorgehen, könne die Stadtverwaltung ebenfalls nicht unbegrenzt. Möglich ist eine solche Aktion nur, wenn die Räder im Bereich der Rampen "verkehrsbehindernd abgestellt" sind. Allein die Räder, die fest angekettet sind, können demnach kostenpflichtig entfernt werden. Andere Fahrräder dürfen von den städtischen Mitarbeitern lediglich versetzt werden. Lange Jahre hatte auf dem Bahnhofsvorplatz ein generelles Abstellverbot gegolten. Nach einer Änderung der Rechtslage allerdings war das nicht mehr erlaubt.

 

 

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