Freitag, 23.04.2021

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Kommentar: Werden die Erlanger zu den Verlierern der Lockdown-Lockerungen?

Bevorstehende Öffnung der Geschäfte beinhaltet Gefahren für die Stadt - 07.03.2021 11:00 Uhr

Die Erlanger Arcaden sind eines der größten Einkaufszentren der Region.

13.01.2020 © Harald Sippel


Unverhofft kommt oft. Diese Binsenweisheit trifft derzeit auf die bevorstehende Möglichkeit zur Öffnung der Geschäfte in Erlangen zu. Wer konnte schon damit rechnen, dass die strengen Regeln zur Bekämpfung der Pandemie in Bayern in manchen Kommunen im Eiltempo wieder auf den Vor-Lockdown-Zustand zurückgedreht werden.

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Vorbereitungszeit für Betreiber und Beschäftigte gleich Null. Neben der Organisation des verwandelten Arbeitsalltags sollen natürlich wieder die vielen Hygieneregeln funktionieren. Schließlich muss die Sicherheit der Kunden im Mittelpunkt stehen. Das sind aber eher Randnotizen, die bei aller Freude über etwas mehr Normalität für Verunsicherung sorgen.

Befürchtungen im Rathaus

Nicht nur im Rathaus befürchtet man, dass Erlangen ab Montag als einzige "Einkaufsstadt" in der Region zum Shopping-Hot-Spot werden könnte. Kommen nun zusätzlich Hunderte von Menschen aus dem Großraum hierher? Was machen die Kunden, wenn sie bei Einlass-Stopps – schließlich gibt es strenge Auflagen, die vorschreiben, wie viele Menschen ins Geschäft dürfen – enttäuscht in der Fußgängerzone stehen? Hieß es in den vergangenen Monaten nicht immer, nur Kontaktvermeidung schützt vor der Ausbreitung von Corona?

Mit viel Disziplin haben sich die Bewohner dieser Stadt niedrige Inzidenzwerte erarbeitet. Wenn aber als Ergebnis der Geschäftsöffnungen die Zahlen wieder steigen, wären die Erlanger die Gelackmeierten.

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Alle Bürger, aber ganz besonders die gebeutelten Unternehmer, deren Geschäfte als Konsequenz wieder schließen müssten.

EIN KOMMENTAR VON STEFAN MÖSSLER-RADEMACHER

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