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Kreis Bräu neu im Kreis der Erlanger Biere

Ein Erlanger Trio braut im Ahorntal ein hopfenbetontes Landbier nach eigenem Geschmack. - 29.12.2020 06:00 Uhr

Auf der vergeblichen Suche nach einem kräftigen Hopfenaroma braute Florian Kühn mit zwei Mitstreitern kurzerhand sein eigenes Bier.

28.12.2020


Es begann damit, dass der heute 34-jährige Erlanger Florian Kühn in den fränkischen Landbieren seiner Wahl ein kräftiges Hopfen-Aroma vermisste, aber er selbst in den Pils-Sorten nicht fündig wurde. Da er seinen Geschmack mit zwei Freunden teilte, nahm eine Idee Gestalt an, die sich jetzt niederschlägt: eine eigene Bier-Marke. Der kleine Kreis der Freunde gab dem Bier auch einen Namen: Kreis Bräu.

Neben dem Initiator der Kreis Bräu, Florian Kühn, sind zwei junge Mitstreiter an Bord, die auch schon etwas Erfahrung mitbringen: Julian Schmidt hat schon während der Schule angefangen zu brauen und hat danach begonnen, Brauwesen zu studieren. Bei der Berliner Bierfabrik, deren "Beer4Wedding" in Berlin Kult-Status genießt, konnte er als Brauer in Vollzeit viel Erfahrung sammeln – angefangen von eigenem Hopfen auf dem Balkon und einem Brau-Eimer in der Küche. So ist es bis heute geblieben – er experimentiert gern.

Brauprozess und Vertrieb

Der Dritte im Bunde ist Alexandros Bikoulis. Er, der in einem Gentech-Labor arbeitet, ist auf der Suche nach einem süffigen Bier mit strukturiertem Hopfen-Aroma zu den Anderen gestoßen und kümmert sich ebenfalls um Brauprozess und Vertrieb.

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Die Brauerei Weller in der Thalermühle Erlangen

Noch fehlt eine eigene Brauanlage: Doch in der Thalermühle Erlangen wird bereits das eigene Bier der Brauerei-Genossenschaft Weller ausgeschenkt.


Gebraut wird übrigens nicht mehr im Bottich in der Küche, sondern bei der Brauerei Stöckel in Hintergreuth im idyllischen Ahorntal, am Tor der Fränkischen Schweiz zu Bayreuth. Dort werden im Betrieb des jungen Brauers und Gastwirts Georg Stöckel – ein Alters- und Gesinnungsgenosse der Kreis-Brauer – drei bis fünf Mal im Jahr fünf Hektoliter Bier gebraut und bislang im Stadtgebiet Erlangen öffentlich ausgeschänkt. Im Café Brazil gab es das Landbier ebenso wie im "Hinterhaus" – und im Berliner Sissyfass, dem alten Heimatort von Julian Schmidt.

Ein Prosit auf das neue Kreis Bräu, für das es auch schon allerlei Abfüllmöglichkeiten gibt, mit (von links) Florian Kühn, Julian Schmidt und Alexander Bikoulis.

28.12.2020 © Foto: Harald Hofmann


Die neueste Errungenschaft aber ist die Flaschenabfüllung, die einen viel größeren Kundenkreis erschließen wird. "Wir haben uns bewusst für die Euronorm-Flasche entschieden", sagt Florian Kühn, "so können wird das Bier auch im Einzelhandel anbieten, wo das Leergut auch ganz gewöhnlich zurückgegeben werden kann."

Auslieferung aus Frauenaurach

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Hopfenbetont: Kreis Bräu aus Erlangen

Es begann damit, dass der Erlanger Florian Kühn in den fränkischen Landbieren seiner Wahl ein kräftiges Hopfen-Aroma vermisste. Mit zwei Freunden gründete er die kleine Kreis Bräu. Gebraut wird das Bier bei der Brauerei Stöckel in Hintergreuth im Ahorntal.


Ausgeliefert wird von einem Lager in Frauenaurach aus, wo das Bier aus dem Ahorntal erst einmal zur Feinverteilung landet. Für die bereits erwähnten Ausschankstätten bleibt es bei der Fassanlieferung – allerdings geht da vor dem 10. Januar, dem erst einmal angekündigten Ende des kompletten Lockdowns auch in der Gastronomie erst einmal gar nichts.

pm

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