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Landesgartenschau 2024: Erlangen wird jetzt wachsen

Stadt erhielt Zuschlag - Umweltministerin Scharf überbrachte Nachricht - 17.05.2016 06:00 Uhr

Das künftige Landesgartenschau-Areal mit Regnitzgrund und Großparkplatz soll an die Stadt harmonisch und sinnvoll "angedockt" werden. © Bernd Böhner


„Ich freue mich für Erlangen. Neue stadtnahe und vielfältig nutzbare Grünflächen bringen den Menschen die Natur unmittelbar vor die Haustür. Das schafft Erholungsflächen für die Menschen und einen ökologischen Mehrwert für die Stadt. Das vorgestellte Konzept hat uns überzeugt. Allerdings sind noch weitere ökologische Optimierungen erforderlich“, so Ministerin Scharf.

Natürlich zeigte sich Oberbürgermeister Janik ob dieser Zusage sehr erfreut bis glücklich darüber: „Unser Konzept hat damit überzeugt, dass es wichtige und nachhaltige Impulse für die Stadtentwicklung liefert und zugleich auch große Strahlkraft über Erlangen hinaus entfalten wird.“

Neuer Stadtteil und Erholung

Die Stadt Erlangen will mit der Landesgartenschau eine neue naturnahe Erholungsmöglichkeit und einen neuen Stadtteil direkt am Stadtzentrum schaffen. Wichtiges Ziel ist die Verbesserung der zentralen Grünachse als Verbindung von der Stadtmitte über den Regnitzgrund zu den westlichen Stadtteilen. Auch soll ein neues Stadtquartier auf dem jetzigen Großparkplatz am Bahnhof errichtet werden. Innen- und Bauminister Joachim Herrmann stimmte ein in den Gleichklang der freudigen Stimmen: „Die Landesgartenschau ist eine einmalige Chance für Erlangen, die Stadtentwicklung voranzutreiben und neue städtebauliche Impulse zu setzen. Vom geplanten Landschaftspark in der Stadt profitieren nicht nur der Tourismus, sondern vor allem die Bürgerinnen und Bürger vor Ort."

Und Umweltbürgermeisterin Susanne Lender-Cassens erklärte: „Wir sehen die Landesgartenschau als Möglichkeit, um die vielen Nutzungen des Regnitzgrundes neu zu ordnen und um gemeinsam mit den Umweltverbänden ein nachhaltiges Modell für das Regnitztal zu entwickeln, das weit über die eigentliche Ausstellungzeit hinaus fortwirkt.“

Ungetrübte Freude bei allen Beteiligten: OB Florian Janik (5.v.r.) erhielt den Zuschlag schriftlich von Umweltministerin Ulrike Scharf (4.v.r.). © Foto: privat


Josef Weber, städtischer Baureferent, sagte, dass die Zusage Rückenwind für die Planungen in „einem Schlüsselbereich der zukünftigen städtebaulichen Entwicklung Erlangens“ gebe.

Die Hugenottenstadt erhielt den Zuschlag mit einem Konzept, das als Schaugelände die Wöhrmühlinsel und den Großparkplatz vorsieht. Bislang nicht zugängliche Flächen wie die Südspitze der Wöhrmühlinsel und das ehemalige Campingplatzgelände sollen als neue Räume für Erholung, Freizeit und Kultur in fußläufiger Entfernung zur Innenstadt erschlossen werden.

Der Bereich der Wöhrmühlinsel soll die Vielfalt der Auenlandschaft unter dem Aspekt der Umweltgerechtigkeit präsentieren. Auf dem heutigen Großparkplatzgelände sind während der Schau Themengärten, ein „Urban Gardening“-Projekt und eine Blumenhalle geplant. Als Ersatz für die Parkplätze sind begrünte Parkhäuser vorgesehen. In die Planungen soll die Bevölkerung intensiv einbezogen werden.

Um die Landesgartenschau in Erlangen erfolgreich durchzuführen, sind aus Sicht des Umweltministeriums noch Nachbesserungen erforderlich. Damit soll insbesondere der ökologische Mehrwert der Gartenschau gesichert werden. Das Umweltministerium wird zu den voraussichtlichen Investitionskosten von knapp 16 Millionen Euro eine Förderung von bis zu 3,6 Millionen Euro beisteuern.

Eine Kommission aus gärtnerischen Berufsverbänden, Umwelt- und Landwirtschaftsministerium sowie weiteren Experten aus den kommunalen Spitzenverbänden, Landschaftsarchitekten und Oberster Baubehörde hatte sich nach einem Termin vor Ort sowie intensiven Gesprächen einstimmig für Erlangen als Landesgartenschaustadt 2024 ausgesprochen. 

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